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Fl u c h XI.
Ei' hatte in der dänischen Marine gedient und wohnte seiteinigen Jahren am Rio-Sinü, in der Nähe Ton Sanla-Cruzde Lorica. Nach Zapöte war er gekommen, um, wie dieMüßiggänger im Lande sagen, „andere Länder zu sehen,und sicli ein wenig zu ergehen“ (par/t vfr tierra$ y paSearno man.) Der Anblick eines Menschen, der ihm Ton sei-nem Yaterlande erzählen konnte, schien wenig Reiz fürihn zu haben; und da er beinahe das Deutsche verges-sen hntlc, ohne auch im Gastilianisclien sich deutlichausdrücken zu können, so war unsere Unterhaltung ebennicht sehr belebt. Während meiner fünfjährigen Reiseim spanischen America, ist mir nur zweimal die Gelegen-heit geworden meine Muttersprache zu reden. Der erstePreufse, dem ich begegnete, War ein Maltose aus Memel ,der auf einem Schiffe von Ffalifax diente, und sichnicht eher zu erkennen geben wollte, als bis er einigeFlintenschüsse auf unsere Pirogne gefeuert hatte. DieserZweite vom Rio-Sinü war durchaus friedfertig. Ohne aufmeine an ilm gerichteten Fragen zu antworten, wieder-holte er unaufhörlich mit einem stillen Lächeln, „dasLand scy warm und feucht, in den Pomfrterscheu Städ-ten seyen die Däuser schöner als in Santa-Ouz do Lo-rica, und ein längeres Verweilen in den 'Wäldern - werdeuns unfehlbar die Calenlnras , jene dreitägigen Fieber,woran er selbst lange krank gelegen, zuziehen.“ Wir hat-ten Mühe, dem bfaren Mann unsern Dank für so Wohlmei-nenden Rath zu beweisen ; denn nach der Strenge seinerGrundsätze, die man selbst für etwas aristokratisch hättehalten können, durfte ein Weifser, ginge er selbst bar-fufs, niemals Geld in der Gegenwart ,,jenes schlechtengelben Volkes“ (gente petrda ) annehmen. Weniger ge-ringschätzend als unser europäischer Landsmann, grüfs-
’) Siehe oben Theil V. S. 11.