Kapitel XXIX.
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Reife gelangt, so bleibt doch der Boden mit einer dickenFruchtlage bedeckt. Der nämliche Anblick hat sich unsoft im Schatten der Palmen Mauritia, des Cocos butyracea,des Seje und der Pihiguao am Atabapo wiederholt. Keineandere Familie der Baumpflanzen besitzt eine solche Zeu-gungskraft in der Entwicklung ihrer Blüthenorgane. Manzerstöfst die Mandel des Corozo del Sinn im Wasser; undnachdem die oben schwimmende Oel-Lage durch Siedengeläutert worden, gibt sie die Manleca de Corozo , eindickeres Oel als das des Gocus, und welches zu Erleuch-tung der Kirchen und Häuser gebraucht wird. In denPalmen von der Abtheilung der Cocoinecn des Hrn. Brownhaben wir die Oliven der tropischen Region gefunden.Als wir weiter in den Wald kamen, stiefsen wir auf kleineFufswege, die erst neuerlich mit der Axt gemacht zuseyn schienen. Ihre Krümmungen führten uns zu einer gro-fsen Menge neuer Pflanzenarten: Mongeotia mollis, ISelso-nia albicans, Mclampodium paludosum, Jonidium anoma-lum Tencrium palustre, Gornphia hicens und einer neuenSpccies gemischter Gattung, di eSpiracanthacornifolia. Anden feuchten Stellen duftete ein wunderschöner Pancra-lium, und liefs uns vergessen, wie gefährlich der Eintrittin diese finstern, sumpfigen Wälder für die Gesundheit ist.
Nachdem wir ungefähr eine Stunde gegangen, fandenwir an einem freien Platze mehrere Menschen mit derErnte des Palmweins beschäftigt. Die schwärzlicheHautfarbe der Zambos contrastirte wunderbar mit der ei-nes kleinen Mannes von blonden Haaren und bleichem Ge-sichte, der keinen Tlieil an der Arbeit zu nehmen schien.Ich hielt ihn Anfangs für einen Schiffsjungen, der irgendeinem nordamericanischen Fahrzeuge mochte entsprun-gen seyn, wurde aber bald enttäuscht, indem sich dieserblonde blasse Mann als einen meiner Landsleute, der anden Küsten der Ostsee geboren war, zu erkennen gab.