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Höchsten Spitze, er befindet sich 4528 M. 13938 F. über dem Meere. Die Spitzeerhebt sich über diesen Sattel noch 346'; ihre Abhänge sind so steil, dass derSchnee sich nur an einzelnen Punkten festhalten kann. Zugleich werden die Wändevon einem sehr quarzreichen und harten Glimmerschiefer gebildet, der nur wenigeUnebenheiten und hervorspringende Punkte darbietet, welche die Besteigung erleich-tern könnten.
Der obere Theil dieses schmalen Kammes zeigt zwei Erhöhungen oder kleineSpitzen. 1 Jene, welche sich unmittelbar über dem Sattel befindet, ist in den obe-ren Theilen auf allen Seiten von ungemein steilen Wänden umgeben; die zweitefindet sich ein wenig weiter gegen Osten; es ist jene, welche wir erreichten. 2
Wir brauchten fast zwei Stunden, um diese Höhe von etwas mehr als 300' her-aufzusteigen. Wir waren öfter gezwungen die dünne Eiskruste mit unsern Häm-mern von den Felsen zu entfernen, um einen festen Anhaltspunkt zu gewinnen; auchhaben wir einigemale Meissei, die wir mit uns hatten, in kleine Felsenspalten ein-geschlagen, um uns an denselben festzuhalten.
Die Spitze, welche wir um 12 Uhr 10 Minuten erreichten, ist ein sehr schmalerKamm, dessen Wände in den oberen Theilen etwas weniger steil auf der südwest-lichen Seite, als auf der Abdachung gegen den Sattel sind.
Die zweite kleine Erhöhung, welche wir früher erwähnt haben, befand sich inganz geringer Entfernung von uns gegen Westen; indem wir von dem Sattel ausden Kamm und die zwei Erhöhungen auf demselben betrachtet hatten, schien esuns, dass sie von gleicher Höhe seien; dasselbe batten früher auch die beidenFührer Maduz und Zum Taugwald Herrn Ulrich berichtet; aber directe Messun-gen, welche wir Seite 66 mitgetheilt haben, zeigten, dass die kleine Spitze a imWesten gelegen um 22'= 7,1 M. höher war als die Spitze b, auf welcher wir unsbefanden. Ein paar Einzahnungen des Kammes und die allgemeine Steilheit derFelsen verhinderte uns, wie bereits erwähnt, bis dorthin vorzugehen.
Die Grösse der Oberfläche unserer Spitze beschränkt sich auf wenige Quadrat-meter wegen des steilen Abfalles dei h eisenwände nach allen Seiten.
Um 12 h 20 p.m. stand
das Barometer auf 438,18 M. M.
das Thermometer iin Schatten — 5,1° C.
das befeuchtete Thermometer —5,5 C.
Obgleich das Thermometer auf — 5,1° C. stand und später nur auf —4,8°C. stieg,so konnten wir doch, da die Luft sehr ruhig war, länger als eine halbe Stunde auf
1) Vgl. Tafel X.
2) Wir waren hier nur noch von zwei Führern begleitet. Hans Joseph zum Taugwald, der ältereunserer Führer, im Uebrigen sehr rüstig, fühlte sich etwas vom Schwindel ergriffen. Wir müssen hin-zufügen, dass er uns sehr nützlich war um beim Heraufsteigen vom Gorner- Gletscher unsern Weg durchdie Spalten zu finden, deren Lage und Richtung er sehr gut zu beurtheilen wusste.