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HÖCHSTE SPITZE DES MONTE-ROSA .

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glücklich, auf einer kleinen Felseninsel, welche einen Theil des Kammes „In derSchwärze“ bildet, einige wenige phanerogamische Pflanzen zu finden, bei einer Höhevon 3723 M. 11462 P. F.

Etwas unterhalb dieses Platzes begegneten wir dem ersten Hindernisse; es wardieses eine Terrasse, welche den Zufluss seiner ganzen Breite nach durchzog; siezeigte einen so steilen und zerspaltenen Abfall, dass wir während U Stunden unsanscheinend vergeblich bemühten einen Weg über diese Senkung hinab zu finden.

Da die Zeit schon sehr vorgerückt war, so entschlossen wir uns endlich durcheine Schlucht von gefrorenem und theilweise in Eis verwandelten Schnee hinabzu-steigen, welche eine Neigung von 60 — 62° hatte. Wir stiessen zum Glück auf keinesehr bedeutenden Spalten, und kamen, mit Stricken alle fest verbunden, ohne irgendeinen Unfall über diese schwierige Stelle bina.b.

Es war schon merklich dunkel, als wir nach 7 Uhr des Abends auf unseremfrüheren Nachtlager, auf dem rechten Ufer des Gletschers, angelangt waren. DerMangel an Lebensmitteln und an Holz veranlasste uns nach kurzer Ruhe unserenWeg noch bis zu den Alpenhütten am Riffelberge fortzusetzen, welche wir erst um11 Uhr des Nachts erreichten.

Wir waren während unserer Besteigung begleitet von Peter Taugwai.der aufdem Platz, Peter Innerbinner und Hans Joseph zum Taugwald. Wir waren mitdenselben in jeder Beziehung vollständig zufrieden.

Wir hatten keinerlei Uebelbefinden empfunden, und die kleinen Unfälle vonzweien unserer Führer waren der Art, dass man sie wohl nicht der Verdünnung derLuft zuschreiben kann.

Den folgenden Tag kehrten wir auf den Gorner -Gletscher zurück, um seineStructur und seine Topographie zu untersuchen und um die Zeichnung des Monte-Rosa auszuführen, welche sich auf Tafel VI. befindet. Das Interesse dieser Be-schäftigungen wurde für uns noch sehr erhöht durch die Erinnerung an alle Einzel-heiten, welche wir den vorhergehenden Tag ganz in der Nähe beobachtet hatten.Es sei uns gestattet noch hinzuzufügen, dass wir ein lebhaftes Vergnügen empfan-den, als wir mit dem Fernrohre die Spuren unseres Weges im Schnee wohlerhaltenbis zum Gipfel verfolgen konnten. 1

1) Wir bemerkten (S. 77), dass die Neigung der Felsen ganz nahe der Spitze weniger steil ist aufder Seite gegen die Zumsteinspitze, als auf jener gegen das Nordende ; man könnte daher vorschlagen, biszu 30 oder 40 M. über den Sattel emporzusteigen und sich hierauf gegen Westen zu wenden, um aufdie entgegengesetzte Seite, auf die südliche, zu gelangen; dieses hätte, wie es uns scheint, den Vortheil,direct auf die Erhöhung a zu führen. Pie etwas sanfte Neigung nach der Südseite erstreckt sich abernicht über die ganze Abdachung; unmittelbar über dem Firnmeere, d. h. am untern Theile ist der kleineKamm sehr steil, (vgl. Tafel II. Fig 1 und Cap. II.); diess ist wohl, wie auch Herr Zumstein fand,das "wesentlichste Hinderniss, wenn man versuchen wollte, von der Südseite kommend, die HöchsteSpitze zu ersteigen.