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ALLGEM. BEMERK. Ü. 1). GEOLOGISCHEN VElUIÄLTNISSfi HER ALPEN .

Ter. variabilis Schlot«, etc. bedeckt südlich von Grenoble bei La Mure und Pey-chagnard die Anthracitscbiefer, in welchen zahlreiche Kohlenlager abgebaut werden.Die Liaskalke, mit circa 65° nach W. N. W. fallend, bilden die Grundlage der höhe-ren Oxfordschichten an der Porte de France bei Grenoble , welche durch Aptychuslaevis latus v. Meyer, Apt. iinbricatus v. Mey. , Ammonites biplex Sow., Amm. tatri-cus Pusch, Terebratula diphya 1 v. Buch, Belemnites hastatus Blainv. etc. bezeichnetwerden. Diese dunkelgrauen, oft sehr bituminösen Kalksteine voll kleiner weisserSpathadern, zuweilen mit etwas mergeligen Lagern wechselnd, fallen mit 62 — 65°nach N. 67 — 75° W., und werden etwas weiter abwärts auf der rechten Seite desThaies, welche wir hier vorzugsweise verfolgen wollen, bei Pont-pique-pierre vonden in gleicher Lichtung geneigten Schichten der unteren Kreide, des Neocomien,bedeckt. Am Mont-Neron, welcher dem Thale schöne Entblössungen zukehrt,erleiden jedoch die Neocomienschichten eine theilweise muldenförmige Umbiegung,indem sich an dem westlichen Abhange des Berges Südfallen zeigt. Von hier biszum Rande der Alpen bei Voreppe fallen die Schichten gegen die Axe des Gebirgesein, nämlich nach Süden und Südosten. Noch zweimal tauchen in diesem Profiledie Juraschichten auf. Am Mont-Chalais und auf der gegenüberstehenden Seitedes Thaies bei Aizy ist es ein dunkeier, bituminöser, mehr oder minder erystallini-scher Kalk mit Ammonites biplex Sow., Amm. tatricus Pusch, Belemnites hastatusBlainv.; während ganz am Rande der Alpen bei La Buisse und Echaillon ein sehrheller, weisser, oft dolomitischer Kalkstein zahlreiche Terebrateln, darunter vorzüg-lich Terebratula insignis Schübl. , Ter. inconstans Sow., Ter. Repeliniana d’Orb., 2ferner Ammoniten, Pecten, Nerineen u. s. w. enthält; es könnten diese Schichtenwohl zum Coralrag gerechnet werden.

Das Neocomien, welches in diesem Theile der Alpen eine grosse Verbreitungbesitzt, zerfällt in eine untere und obere Abtheilung; erstere (von Studer Spatan-guskalk genannt), enthält hier vorzugsweise Toxaster complanatus Agass. (Spatangusretusus Lam .), Ostrea Couloni d’Orb., Janira atava d’Orb. (Pecten cpiinquecostatusRöm. u. Leymy. , Terebratula hippopus Rom . , Dysaster ovulum Ag. , Pygurus rostra-tus Ag. Die obere Abtheilung, aus hellen, gelblichen Kalksteinen gebildet, wird be-zeichnet durch Caprotina (Cliama) ammonia d’Orb. , Pterocera Pelagi d’Orb., Ptero-cera Beaumontiana d’Orb., Janira Desliayesiana d’Orb. etc.

Das Neocomien wird an einigen Punkten in den Umgebungen des Iserethales,z. B. bei Roche-Pleine, noch von wenig entwickelten Schichten der Tuff-Kreide(craie tuffeau) bedeckt. Die tertiären Molasseschichten, welche man in einigen Sei-

1) Ueber die Verbreitung dieser Muschel, gemeinsam mit dem Ammonites tatricus u. s. w. und ihregeologische Bedeutung vergleiche die wichtigen Bemerkungen von Leop. von Buch. (Sur les earacteresdistinctifs des couches jurassiques superieures dans le midi de l’Kurope. Bull. d. 1. soe. geol. de France.1844—1845. 2e ser. Vol. II. p. 359.)

2) d’Orbigny Prodrome de paleontologie stratigraphique. X. II. 1850. p, 25.