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SEDIMENTÄRE FORMATIONEN. ERRATISCHE BLÖCKE.

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tenthälern findet, sind ebenfalls noch deutlich gehoben; sie zeigen liier jedoch ge-wöhnlich geringere Neigungen als die älteren Formationen.

Die beiden wichtigsten Erscheinungen, welche sieh uns hei Betrachtung diesesProfiles darbieten, sind das wiederholte Auftreten derselben Formationsfolge, wobeisich die beiden Abtheilungen des Neocomien auf eine Jurabasis stützen; und die zumTheil muldenförmige Anordnung der Schichtenstellung, indem vom Rande des Ge-birges bis zum Mont-Neron die Schichten gegen die Centralaxe des Alpenzuges ein-fallen, während von dort bis Grenoble das umgekehrte Fallen herrscht. Man wirdzur Erklärung dieser Lagerungs Verhältnisse wohl am besten annehmen müssen, dassdie Schichten durch eine Reihe theils grösserer, theils kleinerer Spalten zerrissenwurden, welche unter sich und zur Ilauptrichtung der Alpen mehr oder minder pa-rallel waren; längs dieser Spalten erfolgte dann durch verschiedene, successive Hebun-gen die Aufrichtung des Gebirges. Nur dadurch dürfte es klar werden, wie meh-reremale dieselbe Serie von Formationen hervortreten konnte, und wie dann dieSchichten des Neocomien und der Molasse scheinbar unter den später abermals auf-tretenden Jura einfallen können. Zugleich muss hier eine mächtige Verwerfungs-spalte vorausgesetzt werden, welche die regelmässige Fortsetzung der jüngeren For-mationen abschneidet. Die Zahl dieser Hebungslinien, welche man trifft, wenn manin verschiedenen Theilen der Alpen einen Querschnitt von den centralen Gruppenbis au den Rand des Gebirges zieht, ist sehr ungleich.

Erratische Blöcke.

Rings um das Alpensystem sind weite Ebenen ausgebreitet, in der Provence ,der Lombardei, der Schweiz, in Bayern und Oesterreich, welche erfüllt mit quater-nären Geröllmassen und den neueren Alluvionen der Flüsse, Zeugniss geben von derGewalt der Alpengewässer und von der stets fortdauernden Verwitterung und Zer-störung der Felsen im Innern des Gebirges . 1 Es werden so die Gesteine der hohenAlpenkämme allmählig in die Tiefe geführt, und sie bilden hier an dem Boden dergrossen Alpenseen oder längs den Ufern der Flüsse neuerdings horizontale Abla-gerungen.

In diesen Ebenen zeigt sich noch eine andere, sehr interessante Erscheinung,nämlich jene der erratischen Blöcke oder der Wanderblöcke.

Es sind dieses meistens grosse scharfkantige Blöcke krystallinischer Schieferge-steine, welche, wie man deutlich nach weisen kann, aus den centralen Alpenkettenstammen und jetzt, viele Meilen von ihrem Ursprünge entfernt, allenthalben in demInnern der Tlniler, in der ebenen Schweiz , ja bis weit hinauf an den Abhängen des

1) Ich erlaube mir hier auf die Beobachtungen zu \erweisen, welche ich über die Veränderungender Oberfläche durch Erosion und Verwitterung in Cap. XII. unserer früheren Untersuchungen u. s. w. mit-getheilt habe. Im 4. Theile dieses Buches ist für mehrere dieser Ebenen die mittlere Höhe berechnet.

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