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INSTRUMENTE.

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von Ortung verfertigtes Instrument für Absteckung von Horizontalen undMessung der Höhen- und Tiefen - Winkel, welches wir vielfach zu kleinenWinkelmessungen benützten. Um einen Centralstift rotirt ein auf der Kante getheilterKreis; derselbe erhält durch das Gewicht a eine solche Stellung, dass bei horizon-taler Lage des an der Aussenseite angebrachten Visionsrohres bc der Mittelpunktdes Kreises d. der Nullstrich der Theilung und die Visionslinie in einer Horizontal-Ebene liegen. Man sieht nun durch den Schlitz e über den Faden bei f hinweg nacheinem Gegenstände und sieht gleichzeitig durch die Lupe des Rohres die vergrössertcTheilung des Kreises (am Ausschnitte bei g). Man kann durch Schätzung sehrgut Viertel-Grade ablesen. Der Kreis befindet sich in einer blechernen Dose, derenDeckel in der Zeichnung abgehoben ist. Um die Neigung eines in der Entfernungsich erhebenden Bergabhanges zu messen, lässt man die Kante des Visionsrohres bcmit der Profillinie des Abhanges zusammenfallen, drückt hierauf die Klemme h 1 festan, und liest den Grad der Neigung an der Theilung ab.

Die mittlere Neigung der Abdachung eines Berges kann auch bestimmt werdenaus der Höhendifferenz zwischen dem Fusse und dem Gipfel desselben, und aus derHorizontaldistanz dieser beiden Punkte auf genauen und ausführlichen Karten. Heisstman die Horizontaldistanz a, die Höhendifferenz h. und den gesuchten Winkel x, soerhält man log. a —log // = log. cotang. x. Ich habe einigemale versucht auf diese Weisedie mittlere Neigung der Thalgehänge u. s. w. zu berechnen, welche ganz gut mitden Messungen dieser Neigungen nach den oben angegebenen Methoden überein-stimmte. Ich zog gewöhnlich die letzteren vor, weil sie unmittelbar, ohne weitereRechnung, die Neigungen ergaben; auch fehlen in den Alpen theils die grosse Zahlhypsometrischer Bestimmungen, theils auch die in grösserem Massstabe ausgearbei-teten Karten, welche zur sicheren Berechnung der Neigungen erforderlich wären.

Bei der Messung von Neigungsverhältmssen ist es nöthig einen passenden Stand-punkt zu wählen. Er muss so gelegen sein, dass er eine möglichst richtige undscharfe Profilansicht des zu messenden Bergabhanges biete, frei von parallaktischenVerschiebungen; auch muss man mit Rücksicht auf die allgemeine orographischeGestaltung des Gebirges eine Abdachung auswählen, welche am besten die mittlere

1) Durch die Schraube i, die sich in der Abbildung neben der Klemme befindet, kann die Klemmewährend des Transportes niedergedrückt und dadurch der Kreis unbeweglich gemacht werden.

An jener Stelle des beweglichen Kreises, welche rom Nullstrich der Theilung um 180° entfernt ist,befindet sich ein 2ter Nullstrich. Er dient dazu die richtige Anheftung des Gewichtes a zu controlliren; eswird dabei das Instrument so gehalten, dass jene Fläche, welche gewöhnlich gegen die linke Hand desBeobachters gerichtet ist, nun gegen die rechte Hand gerichtet wird. Es muss sowohl der Nullpunktder Theilung als der gegenüberstehende 2te Nullstrich in beiden Fällen an einer gegenüberstehenden Verti-calen genau an der gleichen Stelle einschneiden, wenn das Gewicht a richtig angeheftet ist.

Auch die früher für das Porrhometer angegebenen "Winkel (Unters. S. 50) können mit Vortheil aufderjenigen Seite des Kreises angebracht werden, welche den Verifieationsstrich trägt.

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