ÜBERSICHT 1)EK FELSAUTEN.
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Der Glimmer ist vorherrschend dunkel, braun und schwarz; bisweilen ist ermit silberweissem Glimmer gemengt, welcher oft nur in kleinen Schüppchen auf dengrösseren braunen Glimmerblättern sitzt, und selten in überwiegender Menge vorkömmt.
Wahrer Granit tritt nirgends zwischen dem Gneisse auf. Es zeigen sich zwar,wie bereits Saussure beobachtet hat, an einigen Punkten in den Umgebungen vonMacugnaga grauitische Abänderungen, ebenso in der Nähe des Gornergletschers,z. B. an den Felsen „Ob dem See “; jedoch ist die granitische Structur niemals sehranhaltend, man kann im Gegentheile selbst an diesen Stellen oft eine theilweiselineare Anordnung der Glimmerblättchen erkennen.
Ein sehr feldspathreicher grollkörniger Gneiss kömmt in den tieferen Theilen,z. B. im Quarazza-Thale, in dem Circus von Macugnaga und an den Abdachungengegen den Gornergletscher vor. Ein mehr feinkörniges Gesteiii hingegen, in wel-chem der weisse Quarz und Feldspath innig verwachsen sind, herrscht mit mannig-fachen Abänderungen vorzüglich längs des Süd- und Südostrandes der Gneisszone,am Turlo, bei Embours, am Hochlicht und von da westlich bis iii’s Challantthal. 1Hier überwiegt auch zuweilen der weisse und grüne Glimmer über den braunen oderschwarzen, welcher an einzelnen Stellen in grosser Menge angehäuft ist. 2 Die Fel-senwände an der östlichen Abdachung des Col delle Piscie und des Stollenbergeslassen auf langen Strecken die dunkelen Gneissstraten erkennen, 3 welche hiedurchentstehen.
Glimmerschieferlagen treten an verschiedenen Punkten zwischen dem Gneisseauf, z. B. am Turlo nicht weit von der Passhöhe, in den Umgebungen der Vincent-hütte, auf der Nase, an den Abhängen oberhalb der Kofelstaffel- Alpen, am Pizzo-Bianco u. s. w. Die grösste Entwickelung erlangt jedoch der Glimmerschiefer auf demhohen Kamme, welcher die verschiedenen Gipfel des Monte-Eosa verbindet; er setztdenselben ausschliesslich mit veränderlicher Mächtigkeit von 750 bis 1000 und 1200Fuss zusammen.
Das Gestein ist in diesen obersten Theilen im allgemeinen ein grauer, quarz-reicher Glimmerschiefer, bestehend aus grauem, grünlichem, zuweilen silberweissemGlimmer und graulichweissem und grauem Quarz. Weit seltener bemerkt man Kör-ner oder Ausscheidungen von weissem Quarz. Der Glimmer ist theils in kleinenSchüppchen mit einem dichten Quarze innig verwachsen, theils zeigt er sich in grösse-ren Blättern vorzüglich auf den Ablösungsflächen, wodurch das Gestein ein mehro-limmerio'es Ansehen und eine grössere Spaltbarkeit erhält. An dem Höchsten
Ö Ö
1) Die Grenze des Gneisses, welche in den obeien lheilen des Challantthales, in den Umgebungender Aventinagletscher u. s. \v. auf der Karte angegeben ist, dürfte wohl nicht ganz frei von Fehlern sein,da mich hier vielfach schlechtes, nebliges Wettei bei meinen Leobachtungen störte.
2) Der Feldspath ist in diesen Abänderungen meist in ziemlicher Menge zwischen den grossen,schwarzen Glimmerblättern enthalten.
3) Vergl. die Ansicht des Stollenberges laf. IX.