ÜBERSICHT HER FELSAKTEN.
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Gneiss- und Granitmassen der Centralalpen ausbreiten. Die Grauen Schiefer inden Umgebungen des Monte-Rosa sind ziemlich dunkel und brausen sehr lebhaftmit Säuren. Zu dem weissen, braunen und grünlichen Glimmer, welcher entwedermit der Grundmasse innig verwachsen ist oder in grösseren und zahlreicheren Blätt-chen erscheint, gesellt sich gewöhnlich etwas schwärzlicher Talk. Der Quarz, zuwei-len in sehr geringer Menge, kömmt in kleinen Körnern oder in unregelmässigenLagern und Knoten in dem Gesteine vor. Der Kalk, welcher in krystallinischenKörnern, häufiger jedoch in dünnen Lagen auftritt, bildet auch einzelne grössere undselbstständigere Schichten. Man sieht ähnliche Ivalkpartieen, welche theils hellgrauund ziemlich krystallinisch, theils dunkel und dichter sind, an verschiedenen Punkten,z. B. am Konerigen Moos, in den Umgebungen des Matterjochs, auf den Fourneauxdessus, ferner auf den Cimes Manches u. s. w. Eine andere sehr mächtige Kalk-cinlagerung, welche auch auf der Karte angegeben ist, befindet sich an den Ab-hängen des Gabelhornes. Steuer 1 hatte dieselbe bereits sorgfältig untersucht; esgelang ihm ebenso wenig als mir selbst, Petrefacte darin aufzufinden . * 2
Die Grünen Schiefer schliessen sich, wie man weiss, durch vielfache Ueber-gängc an die Grauen Schiefer an, und entwickeln sich aus denselben; sie gehen häu-fig in krystallinische Chlorit- und Strahlsteinschiefer über, welche dann gewöhnlichmit Säuren nicht mehr brausen.
Serpentin. Der Serpentin von sehr dunkelgrüner harbe tritt in grossenstockförmigen Massen und Lagern auf. Kleinere Paitieen desselben, welchezwischen den Schiefern Vorkommen, konnte ich im allgemeinen aut der Kartenicht speciell unterscheiden. Aelmliche Streifen von Serpentin zeigen sich z. B. aufden beiden Abdachungen des Matterjoches, und in grösserer Ausdehnung am Fussedes Matterhornes, am Ilöi-nli, Schwarzsee u. s. w. Auch in dem Ayasthale ist Ser-pentin den Schiefern eingelagert; weiter südlich in diesem Thale erlangt derselbedann eine grössere Ausdehnung.
Die innige Verbindung, welche in den Alpen zwischen dem Serpentin undzwischen Strahlstein-, Hornblende- und Chloritschiefern besteht, und die mannigfal-tigen Beziehungen all dieser Gesteine zu der grossen Formation der Grauen undGrünen Schiefer lassen sich in den Umgebungen des Monte-Rosa allenthalben sein-schön verfolgen. Ein nicht uninteressantes Beispiel ähnlicher Lagerungsverhältnissebeobachtet man am Ollen. An den Abhängen auf der rechten Seite des kleinenThaies, welches von Alagna nach dem Passe führt, erhält sich ein oft ziemlich brei-ter, unregelmässig begrenzter Streifen von Schiefern zwischen dem Serpentin; auf
X) Geologie d. Schweiz . I. 214 und 386.
2) Herr Engelhardt führt Seite XVIII und 125 seines neuen Werkes eine Terebratel aus dem dolo-mitischen Kalkstein des Allaleinhorns im Saasthale an, welche er mit der Tereb. semiglobosa, aus derKreide, vergleicht. Er hatte die Güte, mir das einzige vorhandene Exemplar zur Ansicht zu übersen-den , welches jedoch leider ganz unbestimmbar, und kaum als Terebratel zu erkennen ist.
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