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SCIIALIGE AliSONDEKUNG VON GKANIT t!Nl> GNEISS .

Fig. 8 Taf.'XIV zeigt einen Theil grosser, flachgewölbter Schalen auf der lin-ken Seite des Quarazza-Thaies, welche treppenförmig eine unter der anderen her-vortreten; sie sind hier von unten aus gesehen, wobei uns die Anschnitte bh ihreDicke erkennen lassen. Die breiten sphärischen Flächen a sind sehr glatt, und feingeritzt; sie setzen sich ohne die geringste Verminderung ihrer Glättung zu erleidenunter der darüber liegenden und sie umfangenden Schale fort. Nicht selten entste-hen durch die Gewalt des eindringenden und gefrierenden Wassers Oeffnungen, vonmehreren Zoll Weite, zwischen den einzelnen Schalen; es werden auf diese Weiseallmählig grosse Platten losgesprengt, so dass die darunter befindliche glatte Flächeam Tage erscheint.

In Fig. 4, vom Thierberg am rechten Ufer des Aargletschers, sind kleinere undstärker gekrümmte Granitschalen abgebildet. Die glatten Flächen derselben sind infl«, die senkrecht darauf stehenden Anschnitte in h sichtbar; bei b* ist durch dieVerwitterung eine kleine Unterbrechung in der regelmässigen Folge der concentri-schen Lagen entstanden. Die Schalen a* sind etwas mehr nach vorwärts, mehrgegen den Beobachter geneigt, als die übrigen. Aehnliche Abweichungen in derKrümmung und Richtung sehr wenig entfernter Absonderungsflächen kann man sehrhäufig beobachten.

Sehr sonderbare Formen zeigt in Figur 1 Taf. XV, auf der linken Seite derZeichnung, die Profilansicht der Gneissschalen, welche durch die Verwitterungvielfach zerrissen sind. Auf der rechten Seite erblickt man mehr die breiten, glattenOberflächen der Schalen, bei aaa. Der Saum weg von der Lavez-Alpe zur mittle-ren Baraque im Lysthal führt bei diesem Punkte vorüber.

Tafel IX enthält eine Uebersicht der schaligen Absonderungen, welche die ganzeMasse des Stollenberges, unmittelbar im Norden der Vincenthütte durchziehen. Diegrösste und zusammenhängendste Schale ist jene, welche auf dem Deckblatte mitNr. 1 bezeichnet ist; der regelmässige Verlauf der übrigen ist vielfach unterbrochen,und es blieben oft nur kleine Theile derselben an den steilen Felsenwänden erhalten.Auf dem Deckblatte wurden der grösseren Deutlichkeit wegen die glatten Absonde-rungsflächen durch ein a unterschieden.

In den oberen Theilen des Berges ist der Zusammenhang des Gesteines durchdie Verwitterung und den Frost sehr gelockert; die gewölbten Platten liegen nurlose übereinander, nnd es entstehen nicht selten kleine Thiirme oder wie durch Men-schenhände gebildete Steinpyramiden (Nr. 3 und 4 der Pause), in welchen sich dieursprüngliche Schalenstructur noch theilweise erkennen lässt.

Am Stollenberg hatte ich auch Gelegenheit die Gneissschalen noch weiter in dasInnere der Felsmassen zu verfolgen. In den drei Stollen, 1 welche früher zur Ge-

1) Die Oeffnung des mittleren Stollens ist auf der Zeichnung sichtbar. Die übrigen sind auf derKarte Taf. I angegeben.