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ERLÄUTERUNG DER ABBILDUNGEN.

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winimng der Golderze angelegt wurden, trifft man 100 bis 130 Fuss weit von derAussenfläche des Berges entfernt verschiedene concentrische Schalen; siezeigen ganzdie gleiche Glättung und Streifung wie jene am Eingänge, deren unmittelbare Fort-setzung sie bilden.

Da wo die Schalenstructur sehr entwickelt ist, verschwindet die Stratificationder Gesteinmassen, sie ist jedoch oft in geringer Entfernung von diesen Punktenwieder erkennbar. Auf Tafel IX zum Beispiel unterscheidet man bereits an denweiter rückwärts liegenden Felsenwänden deutlich die regelmässigen Schichten desGneisses, welche dort fast horizontal liegen oder nur sehr schwach nach S. W. fallen. 1 2

Die Richtung dieser sphärischen Absonderungen scheint unabhängig zu sein vondem herrschenden Fallen und Streichen der Schichten; sie dnrchschneiden dasselbeunter sehr verschiedenen spitzen und stumpfen Winkeln, auch können die Schalenso ziemlich rechtwinkelig auf dem Schichtenfallen stehen.

Die Krümmungen der Schalen sind nicht alle parallellaufend, sondern ihre Ver-längerungen würden sich nicht selten unter verschiedenen Winkeln schneiden, wiezum Beispiel eine Vergleichung der Flächen 1 u. 2 auf Tafel IX zeigt. Auch kannman zuweilen an derselben Schale, wenn sie sich auf längeren Strecken verfolgenlässt, kleine Aenderungen in dem Grade ihrer Krümmung und in der Richtung ihrergrössten Neigung erkennen.

Die Glättung der Schalen scheint theils mit der Art und Weise der Abson-derung selbst zusammenzuhängen, theils auch durch eine Verschiebung der concen-triscli und gewölbeartig gebogenen Lagen entstanden zu sein; bei dem letzteren Vor-gänge wurden zugleich durch einige weiter hervorstehende und härtere Theile jeneStreifung und jene Ritzen hervorgebracht, welche sich an den Schalenflächen stetsmehr oder minder deutlich beobachten lassen. Auf keinen Fall kann, wie auch Leo-pold von Buch auf das deutlichste bewiesen hat, die Glättung derselben durch dieBewegung der Gletscher oder durch die Reibung grosser Schutt- und Schlamm-Massen bewirkt worden sein, weil sie sich in diesem Falle bloss auf die obersteSchale beschränken müsste.

Wenn man Gelegenheit hat schöne und wohl erhaltene, von Gletschern geschlif-fene Felsen 1 mit solchen Flächen unmittelbar zu vergleichen, deren Glättung vonder schaligen Absonderung und Verschiebung der Gesteinmasse herrührt, so lassensich allerdings einige unterscheidende Merkmale auffinden. An den Gletschei’schliffengehen die Streifungen im allgemeinen ziemlich parallel mit der Längenaxe des Tha-

1) Auf der Zeichnung müssen aus Gründen der Perspektive diese Schichten mehr von der horizon-talen Lage abweichend erscheinen, als es in der Wirklichkeit der Fall ist.

2) In Beziehung auf die Art und Weise, in welcher die Felsen durch die Bewegung der Gletschergeglättet und geritzt werden, darf ich auf die vielen schönen Beobachtungen von Agassiz, Desor, Foreesu. s. w. verweisen. Man iindet an den Ufern der grösseren Gletscher leicht Gelegenheit, sich von dic;sen Vorgängen unmittelbar zu überzeugen. Vergl. zum Beispiel h orbes travels 1843. p. 203.