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ABNAHME DER QUELLENTEMPERATUR MIT DER HÖHE.

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welchen das Wasser in den Felsenspalten rasch ans grösseren Höhen in die Tiefeherabströmt, zeigen der Ursprung der Partnach Nr. 5 und der Mariensprung Nr. 7,beide in der Nähe der Zugspitze .

Bei den verschiedenen Ursachen, von welchen die Wärme Verhältnisse der Quel-len abbängen 1 , wird es sehr schwierig die Abnahme der Temperatur mit der Höhezu verfolgen, und einen nur etwas regelmässigen Gang für dieselbe aufzufinden.Ich habe jedoch den Versuch gewagt, einige allgemeine Zahlen aus den vorliegendenDaten abzuleiten; ich benützte dazu ausser den Beobachtungen vom Jahre 1851 und1852 auch jene, welche ich in einer früheren Abhandlung mitgetbeilt habe 2 , ebensowie die Beobachtungen von Waiilenberg, Unger, Simony und Sendtner.

Durch zahlreiche Vergleichungen der verschiedenen Quellen erhielt ich die fol-genden Angaben für die Lage der Isogeothermen in den Centralalpen von Wal-lis und Savoien , und in der nördlichen Nebenzone der Alpen, welche mitHöhen von 6000 bis 9500' den Rand des Gebirges in der Schweiz, in Bayern undin Oesterreich bildet. Die mittleren Temperaturen der Luft sind aus der Zusam-menstellung meines Bruders entnommen.

In einer zweiten Tabelle sind einige Beispiele für die Abnahme der Tempe-ratur in einzelnen Fällen gegeben. Es wurden vorzugsweise Quellen von ziem-lich gleicher Lage u. s. w. und von nicht zu geringer Höhendifferenz verglichen, daman nur auf diese Weise erwarten darf, ein einigermassen richtiges Bild von denVeränderungen der Temperatur in verschiedenen Höhen zu erhalten.

1) Vergl. die treffenden Erörterungen über diese Ursachen in Alex, von Hubiboldt’s Kosmos I. S. 228.

2) Ueber die Bildung und Temperatur der Quellen und die Isogeothermen der Alpen; Untersuchungenu. s. w. Cap. XI, und Poggendorff’s Annalen LXXVII. Es findet sich dort auch die nähere Angabe derLitteratur.

Viele interessante Beobachtungen über die Temperatur der Quellen in den östlichen Alpen, inOesterreich, Steiermark , Kärnthen u. s. w. sind ferner mitgetbeilt in Kreils magnetischen und geogra-phischen Ortsbestimmungen im österreichischen Kaiserstaate, und in mehreren Abhandlungen von A.von Morlot , im Jahrbuche der k. k. geologischen Reichsanstalt.