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Flechten-Anflug. Einige abgelöste Flechtentheilchen aus den Ritzen der fast f'uss-grossen Felsplatte, derselben, deren Flechten-Anflug p. 594 in Sciilagintweit’sUnters, ausführlich erörtert ist, ergaben iin Uhrglas unter reinem Wasser gedrückt,in nur 5 Analysen nadelkopfgrosser Theilchen, 10 Formen, 2 Polygastern, 6 Phy-tolitharien, Fichtenpollen und Glimmer. Stichostaura ? ist auch hier als Ketten,lebenskräftig.
3. Todtenlöcher-Pass am hintersten Firngrat des Pasterzengletschers l.Sept.
1848. 10340 F. A. Ein Moos (Weisia crispula?) auf mürbem Glimmerschiefer
enthielt im Uhrglase aufgeweicht und gedrückt in 10 Analysen 20 Formen, 9 Po-lygastern, 5 Phytolitharien, stachlige runde Eier eines Tardigraden (Milnesium ?),2 Fichtenpollen-Arten, kleine nierenförmige Samen und 2 Crystall-Arten. Die For-men sind zwar vereinzelt aber viele erscheinen lebenskräftig.
4. Todtenlöcher-Pass am Gross-Glöckner. B. Es ist eine schwarzeErde mit zersetztem Glimmerschiefer. Aus 5 nadelkopfgrossen Theilchen der abge-schlemmten feinsten Masse traten 10 Formen hervor, 6 Polygastern, 2 Phytolitha-rien, ein neuer Echiniscus und Glimmerblättchen. Es ist deutlich ein stationäresLeben.
5. Adlersruhe am Kamme des Gross - Glöckner über der Grenze der Moose.29. Aug. 1848. 10432 F. Ein Stückchen Chloritschiefer mit einer Parmelia, vergl.Sciilagintaveit p. 596. Ein wenig von der Unterlage der Parmelia abgelöste Sub-stanz ergab auf obige Weise behandelt 8 Formen, 1 Polygaster, 3 Phy tolitharien,1 Fichtenpollen, 1 kleiner Samen, 2 Crystalle. Sämmtliche Formen könnten demhohen Luftstaube angehört haben.
6. Gipfel der grossen Rächern bei Heiligenblut . 10362 F. Es ist einereichliche schwarze Erde mit feinen Moosspuren, von Wurzelfasern durchzogen undmit Parmelien überlagert. In 5 nadelkopfgrossen Mengen der feinsten Theile waren7 Formen, 4 Polygastern, 1 Phytolitharie, 2 Crystalle. Die Arcellae waren offenbarlebensfähig und A. Globosus sehr zahlreich. — Vom Gipfel des Gross-Glockner undseinen Umgebungen sind sonach 36 Formen beobachtet, 17 Polygastern, 12 Pliytolitha-rien, 2 Bärenthierchen, 1 Räderthierchen, Fichtenpollen, Pflanzenhaare, 2 Crystalle.
Es folgen nun die Materialien vom Berner Oberlande.
7. Gipfel des Ewigschneehorns. 10468 Par. F. I. Felsproben mit Flech-ten, Gyrophora, Lecidea u. a. Besonders von Gyrophora proboscidea wurden einigeThalli mit ihrer geringen Unterlage in Wasser aufgeweicht und ausgedrückt, waseine feine Wassertrübung im Uhrglase gab. Darin fanden sich in 5 Analysen 13Formen: 3 Polygastern, 7 Phy tolitharien, 1 Callidina, Fichtenpollen und Glimmer.Auch hier sind offenbar stationäre Lebensverhältnisse der kleinen Thiere.
8. Gipfel des Ewigschneehorns. 10468 F. II. Die Probe ist ein starkerMoosrasen vom Felsen aus Trichostomum. Ein Theilchen davon aufgeweicht undim Uhrglase gedrückt ergab eine reichliche Trübung. Vom Absatz enthielten 10