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GIPFEL PER CENTRAL-ALPEN.

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1. Höchste Spitze des Gross - Glöckner. A. 29. Aug. 1848. Es sind2 kleine Rasen von Stereocaulon denudatum var. pnlvinatum mit Trichothecium ro-seum nach Fi.otow’s Bestimmung. Ein Theil in reinem AVasser aufgeweicht, gabim Uhrglase gedrückt eine Trübung, aus der in 10 Analysen 13 Formen, 4 Poly-gastern, 5 Phytolitharien, ein Fragment eines Echiniscus, eine neue Callidina, Fich-tenpollen und Glimmer hervortreten. Zahlreich ist Stichostaura? Fragilaria in lan-gen, bis 39gliedrige Ketten und grünem Inhalte. Auch Gallionella ist kettenförmigmit grünem Inhalte. Die Philodina in 2 starken Exemplaren.

2. Höchste Spitze des Gross-Glockner. B. Chloritschiefer-Platten mit

halber, ohne scharfe Begründung angenommen, p. 114, 115. Da ich Missbildungen und Verstümmlungen1838 scharf aus einander gehalten wissen wollte, so tadelt er p. 130 sehr, dass ich keine Missbildungenbei den Infusorien anerkenne. Gerade im Gegentheil habe ich aber damals p. 343, 401, 484 u. s. w.des grösseren Werkes, sowohl bei Eäderthieren, Stephanoceros und Eotifer, als auch bei Polygastern,Trachelocerca biceps, dergleichen critisirend besprochen und abgebildet. S. 128 sagt er, die Substanzder Wirbelthierchen verhalte sich wie Federharz und die mangelhafte Organisation ist ihm gar keinAnstoss, weil „die unbewusste Natur-Psyche diese Thiere leite, p. 115, und weil ein geschickter Künstlermit einfachem Werkzeug seinen Producten doch Zweckmässigkeit und Sinnigkeit gebe“, p. 117. Der-gleichen Eeflexionen und Speculationen sind, wie es scheint, das Haupt-Hinderniss des Beobachters ge-wesen. Sie haben ihm genügt und freilich die Beobachtung sehr erleichtert. Er stellt sich die (Poly-gastern)'Ciliaten wie zelliges Brod voller Höhlen vor, p. 52. Diese Höhlen oder Vacuolen verschmelzenihm wie Glasbläschen oder Oeltropfen, nach jener Dujardinschen altern Ansicht. Die Phytozoidienwechseln nach ihm zwischen dem Thier- und Pflanzenreich (es ist offenbar Bory de St. Vincents EegnePsychodiaire). Endlich spricht er p. 132 aus, es sei klar, dass der Begriff der Species bei diesen For-men (mehr noch bei den Phytozoidien d. i. Bacillarien, Closterien, Desmidiaceen) weniger energischund weniger tief begründet sei.

Es ergiebt sich hieraus, dass der Verfasser keinen scharfen Begriff für seine Namen hat, und dasser deshalb viel Neues fand und viel neue Namen gab, weil er die vielen Dinge nicht im Einzelnenscharf genug beobachtete. Vergleicht man mit dem Texte die kostspieligen Abbildungen, so sind sieebenfalls durchgeheuds in dem Mangel jeder scharfen Auffassung übereinstimmend. Die erste Figur derersten Tafel soll ein neues Kronen -Eäderthierchen Stephanoceros glacialis sein, es entbehrt aber allerorganischen Details, welche den Character eines Stephanoceros bilden und kann eine Milbe gewesensein. Die zweite und dritte sind ebenso wenig als Notommatae begründet, als die vierte als Monostylasicher ist. Fig. 2. würde ich für eine Callidina und das Auge für die beiden Kiefer halten. Die Gat-tung Ascomorpha der zweiten Tafel soll ein neues Eäderthier-Genus sein. Ich würde es für einen nichthinreichend beobachteten Lynceus globularis halten können. Was die Polygastern anlangt, so knüpfeich nur dadurch an Bekanntes an, dass das schon seit 1828, nicht von mir, sondern von Turpin zuerstmit seinen Verbindungsröhren der Einzelthierchen, von mir aber 1838 vollständiger dargestellte, leichtwahrnehmbare Thierchen Gonium pectorale auf Tafel XI. 1852 ohne die Verbindungsröhren und, anstattbesser, wieder weniger gut in unregelmässiger Form gezeichnet worden ist. Beobachter, welche allerGeschichte und Erfahrung ungeachtet, weder feste stets gleichartig wiederkehrende Species anerkennen,noch feste Structurverhältnisse annehmen und die deshalb sehr viel neue Formen sehen und neue Namengeben, müssen schon erlauben, dass andere diese Namen, ehe man sie wiederholt und einreiht, sammtallen ähnlichen Abbildungen erst einer weitern Feststellung übergeben. Im Uebrigen waren bereits imFebruar und November 1849 zahlreiche Formen aus Höhen und Alpen der Schweiz von mir verzeichnetworden, deren Namen mit den jetzigen scharf vergleichbar sind, die aber von Herrn Prof. Perty über-all unberücksichtigt geblieben. Vergl. Monatsber. d. Ak. 1848 p. 234.