Band 
[Textband.]
Seite
243
JPEG-Download
 

GIPFEL DER CENTRAT. - AI.REN.

243

Besonders hervorzuheben ist ein sehr bemerkenswerther Einfluss dieses statio-nären Oberflächen-Lebens der Hoch-Alpen auf die Vorstellung von der Erdbildungdurch Verwittern in den obersten Gipfeln. Man hat bisher diese Erdbildung nurdem zerfallenden Gestein zugeschrieben und die geringe organische Humusbeimischungdurch Verkohlen und Ausglühen wegzubringen geglaubt. Die in dieser Beziehungbisher gemachten Experimente haben nun deutlich darin einen nicht unbedeutendenFehler, dass die organischen Kieseltheile die vielen Bacillarien und Phytolitharien,welche durch Verkohlen nicht Weggehen, den Kieselerdegehalt aber nicht unansehn-lich vergrössern, unberücksichtigt geblieben sind. So wie das Nilland und allesDeltaland der Flüsse in wesentlichen Proportionen aus kleinem Leben mitgebildetwird, so w'altet auch das unvergänglich erdbildende Leben in einflussreichemMasse schon zwischen dem verwitterten Gestein der höchsten Alpengipfel.

Die sämmtlichen Formen aus dieser Region sind in der folgenden Tabelle zu-sammengestellt. Die Kreuze bezeichnen die Anwesenheit der Formen, und zugleich,dass von denselben Präparate, oft sehr zahlreiche, in meinen Sammlungen existiren,die es möglich machen Vergleichungen beliebig zu wiederholen. Mit Sternchen sinddie als lebend erkannten Formen bezeichnet.

31 *