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288 BEOBACHTUNGEN ÜBER DIE TÄGLICHEN VERÄNDERUNGEN DER TEMPERATUR.

B. Beobachtungen auf dem Calanda. 2807,8 M. 8643,7 P. F. ° Reaum.

1 8 3 0.

4 h a. m.

6h

9h

12 h

'3 h a.m.

6h

Sk

Bemerkungen.

Juli 31.

—

—

6,3*

10,0

8,0

—

_

Aufheiternd, (8 h = 5,3°R.

Aug. 1.

2,5

4,5

6,0

8,0

9,0

7,0

5,5

Hell und windstill.

„ 2.

4,0

4,7

7,5

10,3

10,4

9,1

7,0

Starker Wind.

„ 3.

5,2

6,2

8,4

9,3

10,7

—

—

Hell und windstill.

Mit- (Rem.

3,90

5,13

7,05

9,40

9,53

8,05

6,25

tel (Cels.

4,87

6,41

8,81

11,75

11,91

10,06

7,81

Mit- (Rem.

13,47

14,03

19,08 21,83

20,83

20,40 18,90

Gleichzeitige Beobachtungen inZürich . 419 M. 1290 P. F.

tel (Gels.

16,84

17,54

23,85 27,29

26,04

25,50 23,63]

III. Specielle Betrachtungen über die tägliche Periode.

Wenn man die täglichen Veränderungen der Temperatur an hohenund niedrigen Punkten vergleichend untersucht, so zeigt sich sogleich, dass die Höheauch auf den Gang der Temperatur einen entschiedenen Einfluss hat.

Wir wollen zuerst das Eintreten des Maximums betrachten. An tieferen Punk-ten, z. B. in den Ebenen, tritt das Maximum erst einige Stunden nach der Cul-mination der Sonne ein, indem der Boden dann in den oberen Schichten seinegrösste Wärme erreicht hat, und nun ebenfalls wesentlich beiträgt, die ohnehin nochkräftige Wirkung der Insolation zu unterstützen; auch an wenig geneigten Abhängenzeigt sich im allgemeinen derselbe Gang der Temperatur.

Das Maximum kann 1 bis 3 Stunden nach Mittag eintreten, am regelmässigstenlässt sich sein Eintreffen zunächst nur in Ebenen bestimmen; es tritt im allgemei-nen im Sommer noch etwas später ein als im Winter; theils weil im Sommer dieHöhe der Sonne in den ersten Nachmittagsstunden noch sehr bedeutend ist, theilsauch weil im Winter die Schneebedeckung durch die an schmelzenden Oberflächenlatent werdende Wärme ebenfalls im Mittel dazu beitragen muss, die Zeit dergrössten Wärme der Zeit des höchsten Sonnenstandes näher zu rücken.

An Punkten der freien Atmosphäre muss der Gang nothwendig ein andererwerden. Auch dort hat der Einfluss des Bodens, selbst wenn er sich in beträcht-licher verticaler Entfernung unterhalb befindet, noch einen merklichen Einfluss. Deraufsteigende Luftstrom trägt wesentlich dazu bei, dass die höheren Orte ebenfallseinen Theil der Wärme zugeführt erhalten, den die Sonnenstrahlen an der Ober-

1) Horner’s Barometer hing 32 P. F. über dem Züricher See.