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BEOBACHTUNGEN ÜBER DIE TÄGLICHEN VERÄNDERUNGEN DER TEMPERATUR.

Temperaturabnahme zwischen Turin und V i nc e n t h iit te.

Morgens.

Abends.

Mn.

473'

Mg.

51P

2 h a. m.

481

2 p. Hl.

500

4 „

549

4 „

486

6 »

625

6 i)

484

8 „

625

8 „

481

10 „

,

576

10 „

476

Auch hier nimmt zur Zeit des Temperaturmaximums die Wärme rascher ahals in den Morgenstunden. Aber wegen der früher besprochenen anomalen Er-kaltung der Luft in den ersten Nachtstunden setzt sich die rasche Abnahme nur bisgegen 2 Uhr fort.

Die Beobachtungen am Grossen Plateau werden noch deutlicher, mit Genf ver-glichen, die langsamere Temperaturabnahme während der Nacht zeigen, da ander oberen Station die Temperatur fast gleich bleibt, während sie an der unterenmerklich fällt. Zugleich verzögert die locale Erwärmung in den Tagesstunden ander oberen Station etwas die Schnelligkeit der Temperaturabnahme 1 .

In Chamouni sind die Verhältnisse andere. Auch hier wird Mittags durch dieRichtung des Thaies von Osten nach Westen, worauf schon Saussure aufmerksammachte, die Temperatur zu warm, im Vergleich zur Höhenlage. Dies tritt, wie zuerwarten, vorzüglich an heiteren Tagen mit lebhafter Besonnung hervor. Die In-solation des Gesteines hat darauf den wesentlichsten Einfluss. Doch ist gewiss auchder Umstand nicht ohne Einwirkung, dass bei Tage die Gletschermassen einemerkliche Wärmemenge nach dem Thale reflectiren 2 .

Die Temperaturabnahme ist in folgender Tabelle zusammengestellt.

1) In Genf wird die Mittagstemperatur durch die Nähe des Sees etwas geringer; (vergl. Flanta-m ouit Resume p. 15) auch dieses muss in gleichem Sinne wirken, doch ist die Grösse des letzterenEinflusses für die hier zu betrachtenden Verhältnisse weniger wichtig.

2) Vergl. die Bemerkungen Bravais’ darüber im Annuaire metcorologique de la France 1850. p. 137.