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KLEINERE REIHEN VON TEMPER ATU RBEOIIAeUTONOEN.

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des von 13733 F. für 12 h 20' nur um 3 F. vom allgemeinen Mittel abweieht. In derfolgenden Tabelle sind in der ersten Spalte die an den verschiedenen Punkten beob-achtenden Temperaturen enthalten und bereits auf gleiche Zeiten redueirt, in derzweiten Spalte sind die Wärmegrade angegeben, welche, aus der Beobachtung Mai-land — Monte-Rosa abgeleitet, der gleichen Höhen entsprechen würden.

1890 P.F. Aosta 23,2 Mail.-Ros. 21,0

5089 Zermatt 19,0

GS22 Augstkumm 16,G

8044 Riffelberg 17,7

8475 Gadmen 13,0

14.5

10.57,07,5

Die Temperaturerhöhung an diesen Stationen, welche von einer grösseren Massefesten, der Besonnung zugänglichen Bodens umgeben waren, ist wirklich überraschendgross, besonders am Riffelberge; seine Lage, plateauartig über den Eismassen erho-ben und noch unter der Schneegrenze, ist allerdings der Entwickelung hoher Tem-peraturen unter dem Einflüsse der Besonnung sehr günstig. Da an heiteren Som-mertagen ähnliche Verhältnisse sich sehr oft wiederholen, so müssen sie das Gedeihender Pflanzen, das Reifen ihrer Samen etc. selbst noch an höheren Standpunktensehr wesentlich unterstützen.

Auch am Beobachtungspunkte in den Gadmen , obwohl er der Oberfläche desEises bereits sehr nahe ist, zeigt sich die Wärme noch weit bedeutender als fürdie gleiche Höhe in der freien Luftsäule zwischen dem Monte-Rosa und Mailand .

Wenn auch anzunehmen ist, dass Beobachtungen an anderen Tagen in der ab-soluten Grösse des Unterschiedes nicht unbedeutende Abweichungen von den obengefundenen Werthen ergeben hätten, so sind doch anderseits die Unterschiede sobedeutend, dass es wohl erlaubt ist anzunehmen, ähnliche Verhältnisse kehren an schö-nen Sommertagen sehr häufig wieder und tragen in hohem Grade zur Verbreitungder Vegetation auf den inselartigen Felsengruppen der Sclmeeregion bei. Da soschöne Tage, wie derjenige, der unsere Besteigung des Monte-Rosa begünstigte,verhältnissmässig selten sind, so muss im Mittel grösserer Perioden, besonders desJahres, der Unterschied zwischen der freien Atmosphäre und günstig gelegenenFelsenmassen weit geringer werden. Aehnliche locale Abweichungen der Wärmevon den mittleren Verhältnissen sind bei Höhenmessungen sehr störend; man erhältdurch dieselben die Höhen leicht etwas zu gross 1 ; andererseits ist das Zusannnen-tliessen kalter Luftmassen am Fusse der Gletscher oft Veranlassung einer Erniedri-gung der Temperatur, von welcher ebenfalls die Resultate der Höheinnessungen(im entgegengesetzten Sinne) afficirt werden.

1) Der Umstand, dass in grossen Höhen das Barometer Mittags sein Maximum hat, compensirt.diese Störung nur zum geringen Theile. Ueberdies tritt dieser Barometerstand vorzugsweise nur anPunkten ein, die mit der freien Atmosphäre Achnlichkeit haben, also auch die locale Temperaturerhöhungweniger zeigen