KLF. INK RH RUTHEN VON THMI’KRATTl RIlKOIi AOHTINOKN.
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Am 19. September war
bei
50S0 P. F.
(Obere Wasserplatte) 7 1 '
15' a. m. Luft
9,8
r>
4025 „
(Huthaus)
55 55
10,0
55
0991 „
Bergli P'
45' p. m. „
11,0
55
4025 „
Iluthaus
55 55
11,2
Es scheint demnach, dass an dem Vormittage des 19. innerhalb einer Luftschichtvon 2300 Höhe die Temperatur sehr gleichförmig gewesen ist.
Dass der Gang an sämmtlichen Stationen ganz gleichförmig sei, lässt sich beider grossen Entfernung derselben ohnehin nicht erwarten.
Sowohl diese Beobachtungen als auch viele ähnliche Beispiele zwischen demSt. Bernhard und Genf zeigen, dass beim Eintreten warmer Winde die untere Sta-tion gewöhnlich mehr erwärmt, beim Eintreten kalter Winde mehr erkaltet wirdals die obere. Die Temperaturveränderung an der oberen Station wird nemlich derTemperaturdifferenz der beiden wechselnden Winde ziemlich proportional bleiben.An der unteren aber wird die Temperaturveränderung an Punkten, die seitlich vonder Beobachtungsstation selbst liegen, auch wenn sie von Winden herrührt, in ähn-licher Weise dazu beitragen, die Schwankungen ander letzteren zu vergrössern, wiein den Ebenen die Wirkungen der Insolationen am Tage und der Ausstrahlung beiNacht grösser sind (durch den Einfluss seitlich liegender und in ähnlicher Weiseafficirter Punkte) als auf isolirten Berggipfeln und auf schmalen Kämmen.
Resultate.
1. Eine Verminderung des Luftdruckes bewirkt eine kleine Ausdehnung derThermometer-Kugel und eine damit verbundene Erniedrigung des Nullpunktes. Beiempfindlichen Thermometern mit etwas grossen Gefässen, also besonders bei jenendie zu thermobarometrischen Höhenmessungen dienen, kann der Unterschied aufhohen Bergen 17 bis 20 Hundertel betragen, (die einem Fehler von 3 bis 4 Mm.entsprechen würden, wenn man bei Berechnung des Luftdruckes die Aenderung desNullpunktes unberücksichtigt liesse).
2. Auch in sehr grossen Höhen haben die localen Bodengestaltungen nichtselten noch Einfluss genug, um den täglichen Gang der Temperatur etwas zu ver-ändern. Besonnte schneefreie Wände wirken durch Insolation und spätere Ausstrah-lung; günstig gestellte Schneeflächen können durch Reflexion erhöhend auf dasMaximum einwirken. Das Minimum kann, auch in grossen Höhen, noch merklichdeprimirt werden, wenn die Thalbildung absteigende kalte Luftströme begünstigt.Die Erhöhung der Lufttemperatur, welche dann noch vor dem Wiedererscheinender Sonne folgen kann, nachdem die Mächtigkeit des absteigenden Luftstromes sichvermindert hat, ist durch das seitliche Zutreten der freien, weniger erkalteten Luft-massen bedingt.
•1. Die Zeit des Maximum an hohen Orten, mit der Culmination der Sonne