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VERTHEIEUNG DEK MITTLEREN TEMPERATUR.
Bemerkungen über die Wahl der Beobachtungsstunden.
Die vorhergehenden Tabellen geben uns zugleich einen Anhaltspunkt, die ausverschiedenen Stundencombinationen abgeleiteten Mittel mit dem wahrenTagesmittel zu vergleichen.
Bekanntlich sind verschiedene Combinationen von Beobachtungsstunden vorge-schlagen worden, welche mit Anwendung sehr einfacher Coef’ficienten für alle Mo-nate und für sehr verschiedenartige Temperaturcurven Werthe liefern, die dem wahren
Mittel sehr nahe entsprechen. Ich nenne als die bekanntesten 1 ,
vii+ ii 2 ix vi+ii+x vm+ix-(- viii vi-f-m-f-ix4 .’
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; u. s. w. Bei Anwendung
der Combination von ist der gleichmässige Abstand zwischen je 2 Beob-
achtungsstunden sehr günstig, wie die später folgenden Tabellen der Abweichungen
Da die Beobachtungen hinreichend getrennt sind, ist hier auch der Temperatur-gang während der Nacht mehr berücksichtigt als bei den anderen Combinationen.Dies scheinen wenigstens solche Punkte zu bestätigen, deren Nachttemperaturendurch absteigende Luftströme deprimirt werden. Für diese geben die meisten an-deren Combinationen stets die Wärme etwas zu gross.
So vortheilhaft jedoch auch diese von Dove bei den preussischen Stationen ein-geführte Combination ist, so wird sie doch verhältnissmässig selten von Freundender Meteorologie, die aus eigenem Interesse mit Beobachtungen sich beschäftigen,angewandt, weil die frühen Morgenstunden und die späten Abendstunden besondersim Winter etwas unbequem sind.
Wir hatten leider oft Gelegenheit zu sehen, wie bei den sorgfältigsten undregelmässigsten Beobachtungen, die auf unsere Bitte an verschiedenen, besondersan hohen, Punkten angestellt wurden, stets im Winter sehr frühe Abendstundenstatt der ursprünglich gewünschten angenommen wurden 2 .
Es wird dadurch nicht nur die Berechnung der Tagesmittel sehr umständlich,sondern sie wird zugleich ungeachtet aller Vorsicht bei den Reductionen etwasungenauer, als wenn passende Beobachtungsstunden gleiclnnässig eingehalten werdenkönnen. Dieser Umstand und zugleich die Hoffnung, dass manche Freunde der
1) Die erste Combination wurde von der Mannheimer meteorologischen Gesellschaft vorgeschlagen;Kaemtz hat ihr die 2te Form gegeben, welche weit bessere Resultate liefert. Die 3te Combination istjene, nach welcher die unter Dove’s Leitung stehenden Beobachtungen in Preussen berechnet werden.Die 4te und 5te Formel werden angewandt, um aus den Beobachtungen am St. Bernhard die Mittelabzuleiten.
2) Vergl. die Zeiten der Beobachtungen in den folgenden Angaben über neue Stationen, und Unter-suchungen u. s. \v. 1850. S. 323.