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BEMERKUNGEN ÜBER DIE WAHL DER BEOBACIITTJNGSSTUNDEN.

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Meteorologie sich lieber zu Beobachtungen entschliessen möchten, wenn die Stundenmöglichst bequem gelegen sind, bewog mich folgende kleine Untersuchung über die Ab-leitung des Tagesmittels aus den Extremen und der Beobachtung um 9 h a.m.anzustellen.

Al. von Humboldt hat bekanntlich zuerst darauf aufmerksam gemacht, dassdas arithmetische Mittel der Extreme bereits einen ziemlich guten Anhaltspunkt fürdie Beurtheilung der mittleren Temperatur biete.

In den einzelnen Monaten jedoch sind an Orten im Niveau des Meeres oder ingeringen Höhen die arithmetischen Mittel der Extreme im allgemeinen etwas wärmerals das wahre Tagesmittel, besonders im Herbste. Die Sommermonate sind häufm.auf diese Weise berechnet, etwas zu kalt.

An hohen Punkten, z. B. am St. Bernhard, ist das Mittel der Extreme in allenMonaten wärmer als das wahre Mittel, und die Differenz ist in einzelnen Monatenoft sehr beträchtlich.

Hallström 1 und Kämtz 2 haben versucht aus den Angaben des Maximum undMinimum, mit Einführung eines für die einzelnen Monate veränderlichen Coefficien-ten; die mittleren Temperaturen durch folgende Formel zu berechnen:

T = m-j- v.(M—m), 3

wobei m das Minimum, M das Maximum und v den Coefficienten der verschiedenenMonate bezeichnet.

he des Coefficienten v in der Formel X — m-|-v(M —

Für Beobachtungen

Für Beobachtungender wahren Tempe-

Monate.

; zu den kältesten u.

, wärmsten Stunden.

raturextreme anThermometro-graphen.

J anuar.

0,388

0,507

Februar.

0,411

0,476

März.

0,468

0,475

April.

0,481

0,466

Mai.

0,512

0,459

Juni.

0,501

0,453

Juli.

0,488

0,462

August.

0,500

0,451

September.

0,482

0,433

October.

0,433

0,447

November.

0,381

0,496

December.

0,357

0,521

1) Hai.i.strokm : Ueber die Bestimmung der mittleren Wärme. Poggesborpf’s Aun. IV. S. 373—419.

2) Ivakmtz Lehrbuch der Meteorologie I. S. 97.

3) Diese Formel wurde erhalten, indem sie die Tageseurve in 4 Parabeln zerlegten und den Flä-

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