EINFLUSS DER TAGESZEIT AUF DAS BAROMETRISCHE HÖHEN MESSEN.
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hung des Druckes in den Mittagsstunden der täglichen Periode ebenfalls ihrenwesentlichen Grund darin, dass jetzt, durch den aufsteigenden Luftstrom gehoben,über einer bestimmten Stelle Luftmassen ruhen, die früher unterhalb derselben sichbefanden, während jedoch gleichzeitig an der oberen Grenze der Atmosphäre einAbfliessen der Luftmassen statt findet, welches hinreicht den Gesa mm t druck dertrockenen Luft, also jenen an der Oberfläche der Erde, in den Sommermonatenzu einem Minimum zu machen.
Das Maximum für die Ebenen in den Wintermonaten hängt mit den allgemeinenTemperaturverhältnissen zusammen, da jetzt durch die Kälte, welche die ganzeLuftsäule durchdringt, die Höhe derselben bedeutend verkürzt würde, wenn nichtdie dadurch entstehende Verkürzung durch Zuströmen von Luft in den oberenRegionen ergänzt würde. In der Tagesperiode kann zur Zeit des Temperaturmini-mums die kalte Luft an der Oberfläche der Erde nicht nur südlich, sondern auchwestlich und östlich ausweichen; in der Jahresperiode ist dieses vorzugsweise nurnach Süden möglich, da nach Osten und Westen die Temperaturunterschiede imallgemeinen sich weit weniger ändern; findet auch ein ähnliches Ausweichen theil-weise statt, so wird es jedenfalls, wie die Barometerstände zeigen, durch das all-gemeine Zuströmen von Luft nach den kalten Regionen bei weitem übertroffen.
Einfluss der Tageszeit auf das barometrische Höhenmessen.
Ist die Höhendistanz zwischen zwei Beobachtungsstationen mit hinlänglicherGenauigkeit durch wiederholte barometrische oder trigonometrische Bestimmungenbekannt, so lassen sich barometrische Beobachtungen, die sich über einen grossenTheil der Tagesperiode ausdehnen, benützen, um die stündliche Veränderung derberechneten Höhen und aus diesen die mittlere Wärme der freien Luftsäule zwi-schen den beiden Beobachtungsstationen zu bestimmen.
Die Gleichung für die Berechnung barometrischer Höhenbestimmungen ist be-kanntlich von der Form
z = a (l + cT) log • • •
wobei a und c Constanten, B und b die Barometerstände an der unteren und anderoberen Station sind, T das arithmetische Mittel der Temperaturen an beiden Sta-tionen ist u. s. w. '
Die Abnahme der Schwere mit der absoluten Höhe und mit der Annäherunggegen den Aequator, und der Feuchtigkeitsgrad der Luft haben einen verhältniss-mässig geringen Einfluss; wir wollen daher der Uebersichtlichkeit wegen, z nurvon T, B und b abhängig machen, also
z = f (T, B, b • •,•) setzen.