EINFLUSS DER TAGESZEIT AUF DAS BAROMETRISCHE IIÖIIENMESSEN.
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Oberfläche der Insolation bieten, verhältnissmässig sehr wenig von der Temperaturder freien Atmosphäre abweichen. Auf solchen wird demnach die Correction desMittags ungeachtet der grösseren relativen Höhe nur sehr gering.
Um den Fehler zu verbessern, welchen die Tageszeit hervorbringt, kann manCoefticienten für die einzelnen Stunden berechnen.
Berghaus * 1 hat eine solche Tabelle aus sehr zahlreichen Beobachtungen amBrocken und in Magdeburg abgeleitet.
Die Beobachtungen waren vom 27. Juli bis 7. Octbr. 1820 angestellt, und sind mitdem trigonometrisch bestimmten Höhenunterschiede verglichen. Die Beobachtungs-stunden waren 7 h a. m., 9, 11, l h p m., 3, 5, 7, 9: die zwischen liegenden geradenStunden sind interpolirt.
Aus der folgenden Tabelle wird die Grösse der anzubringenden Correction er-halten, indem man die relative Höhe der betreffenden Stunde mit dem dazu gehöri-gen Factor (Corr.) multiplicirt; die Vorgesetzten Zeichen geben zugleich an, ob dieseGrösse zu der berechneten Höhe addirt oder von derselben subtrahirt werden muss 2 .
Stu»dencorrection für barometrische Höhenbestimmungen nach Beobachtungen am
Morgens.
Corr.
Morgens.
Corr.
6 h a. m.
+0,00748
l h p. in.
-0,00570
7
+0,00500
2
-0,00593
8
+0,00253
3
-0,00450
9
-0,00048
4
-0,00307
10
-0,00347
5
-0,00107
11
-0,00447
6
+0,00129
Mg.
-0,00547
7
+0,00224
8
+0,00319
9
+0,00429
10
+0,00539
Auch in jenen Fällen wird die Correction sehr gering (wie oben S. 401 gezeigt), bei welchen dieLinie welche beide Beobachtungsstationen verbindet, dem Boden stets sehr nahe bleibt; weil dann dasarithmetische Mittel der Lufttemperaturen an den Beobachtungsstationen der mittleren Wärme der Luftzwischen den beiden Orten nahe gleich sein wird.
Nebelmassen, wenn sie sehr ausgedehnt sind, und beide Beobachtungspunkte umschliessen, scheinenebenfalls zu bewirken, dass dieser Fehler der Tagesperiode sehr klein wird, da auch in diesem Falledie oben und unten beobachtete Wärme verhältnissmässig weniger differirt und dem Mittel der ganzenNebelmasse ziemlich gut entspricht.
1) Vergl. auch die ähnlichen Tabellen von Horner und von Bravais. Comptes rendus 1850.XXXI. S. 175.
2) Diese Tabelle ist auch in Berghaus Grundiiss dei Geogiapbie in 5 Büchern, Breslau 1848, ent-halten; die folgende über den Kinfluss der verschiedenen Winde erhielt ich durch eine persönliche Mit-theilung des genannten Herren, wofür ich hiermit meinen verbindlichsten Dank wiederhole.