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ÜBER DEN GANG DES BAROMETERS.
Auch die beiden Beobachtungsreihen von Bevers und St. Gallen , und jene vonWeissenstein und Solothurn, welche beide von Denzler 1 berechnet wurden, zeigendiese Erscheinung sehr deutlich.
Die Stunde, welche in den Herbstmonaten an Beobachtungsstationen demTagesmittel am nächsten kömmt, liegt für die Ebenen und für die hohen Punkteganz im allgemeinen für die Morgenstunden zwischen 8 und 9 Uhr und für dieAbendstunden zwischen 7 Uhr und 10 Uhr; für die freie Atmosphäre scheint dieAbendstunde ziemlich dieselbe zu bleiben; die Stunde aber, welche des Morgensder mittleren Temperatur sich nähert, liegt entschieden später als an beiden Sta-tionen und trifft z. B. für die hier untersuchten Verhältnisse zwischen Vincenthütteund Mailand sehr nahe mit 11 Uhr a. m. zusammen.
Hingegen zeigt sich zwischen 8 Uhr und 9 Uhr Morgens und in der zweitenTageshälfte zwischen G Uhr und 7 Uhr Abends die geringste Abweichung zwischendem Mittel der direct beobachteten Temperaturen und zwischen der für die freieAtmosphäre berechneten Wärme.
Es folgt daraus, dass die Höhenberechnungen, insofern wenigstens ihre Resultatevon thermischen Einflüssen abhängen, zu diesen Stunden die günstigsten Resultateergeben müssen. Die Ungleichheiten in den Veränderungen des Luftdruckes konntennoch eine kleine Abweichung an diesen bedingen. Es zeigten aber die oben S. 405mitgetheilten Höhenberechnungen für die einzelnen Stunden, für den Brocken, undmit vollkommen genügender Annäherung auch jene Beobachtungen, die sich aufdie Höhe der Vincenthütte beziehen, dass in dieser Jahreszeit die Beobachtungsstun-den gegen 9 U a. m. und 6 h p. m. die günstigsten sind.
In den ersten Herbstmonaten ist demnach die Temperatur für die freie Atmo-sphäre etwa 11 Stunden über dem Mittel und 13 Stunden unter demselben, wäh-rend für die mittleren Verhältnisse der zwei Beobachtungsstationen, auf die gleicheHöhe bezogen, die betreffende Zahl der Stunden nahe gleich, oder sogar die Zahlder Stunden über dem Mittel etwas grösser ist.
Das Mittel der beiden Beobachtungspunkte hängt seiner Entstehung nach in glei-chem Maasse von der Wärme Veränderung an der oberen und unteren Station ab,die für die freie Atmosphäre berechnete Wärme aber zunächst von den Verände-rungen der Barometerstände; bliebe dieser (und die atmosphärische Feuchtigkeit) wäh-rend der ganzen 24 ständigen Periode unverändert, so müsste, wie man leicht übersieht,