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ÜliEK DEN GAND DES BAROMETERS.

Dagegen sind jene Jahre, welche sich durch eine geringere relative Feuchtigkeitauszeichnen, an den Stationen gewöhnlich die wärmeren. Durch die Durchsichtig-keit der Atmosphäre wird die Insolation gesteigert; auch die Ausstrahlung währendder Nacht wird jetzt vermehrt, aber, wie die Mittel der verschiedenen Jahre zeigen,nicht in gleichem Grade; es bleiben also die heiteren Jahre an den Stationen etwaswärmer als die mehr bewölkten. In der freien Atmosphäre hingegen wird die Be-sonnung, die überhaupt auf die Atmosphäre unmittelbar einen sehr geringen Einflussausübt, auch jetzt nur einen unbedeutenden Unterschied hervorbringen, währenddes Nachts die strahlende Wärme theils in den freien Kaum sich verliert, theilszur Auflösung der Dünste verwandt wird.

Bemerkungen über einige Barometerstände zwischen 14000 u. 12000 P. F.

In grossen Höhen vermindert sich nicht nur die Grösse der täglichen Baro-meteroscillation, auch die unregelmässigen Schwankungen des Barometers werdengeringer. Für einige Punkte in mittleren Höhen sind in unseren Untersuchungen1850 S. 389 die gleichzeitigen Oscillationen mit jenen an tieferen Punkten verglichen.

Für einige sehr hohe Alpengipfel liegen Ablesungen aus verschiedenen Jahrenvor, die ich zunächst deswegen mit einigen Bemerkungen erläutern will, weil sieerkennen lassen, dass selbst für die höchsten Alpengipfel die unregelmässigen Oscil-lationen noch ziemlich bemerkbar sein können.

Die Veränderungen an den tieferen Stationen können nur dann direct mit jenenauf den Gipfeln verglichen werden, wenn die Beobachtungen an mehreren Stationengemacht wurden, weil sonst die verglichene Station zufällig eine solche sein kann,welche das gleichzeitige Maximum der Schwankung in der Tiefe nicht vollständigerkennen lässt.

Die im folgenden für die höchsten Punkte zu erwähnenden Oscillationen schei-nen zugleich an Tagen stattgefunden zu haben, die keineswegs erwarten lassen, dieMaxima der Oscillation zu finden; an Tagen, welche sich durch besonders grosseBarometerschwankungen auszeichnen, zeigen Orte, die nicht nahe neben einanderliegen, sehr selten eine gleich grosse Abweichung des Barometerstandes 1 ; weithäutiger sind mittlere Schwankungen über ziemlich ausgedehnte Strecken gleich-mässig verbreitet. Nun ergeben aber die Berechnungen der barometrisch bestimmtenHöhenunterschiede in keinem der folgenden Fälle bedeutende Abweichungen vonder wahren Höhe, und es lässt sich daher annehmen, dass die hier gefundenen Un-terschiede als solche betrachtet werden müssen, welche auf hohen Gipfeln noch unterziemlich regelmässigen Verhältnissen eintreten können.

1) Vergl. oben S. 42, 43 die Bereolmungen der Hübe des Theodulpasses.