BESTIMMUNG DEIt LUFTTEMPERATUR AUS BAROMETRISCHEN BEOBACHTUNGEN. 421
Stunde.
Juli.
August.
Septbr.
October.
Novbr.
Decbr.
Jahr.
Stunde.
0
-4,4
-3,8
-2,7
-1,6
-0,4
+0,7
-2,5
Mg.
2
-4,4
-3,8
-2,6
-1,5
-0,2
+0,7
-2,3
2 h p. m.
4
-3,6
-2,9
-1,7
-0,7
+0,4
+1,3
-1,5
4
6
-2,2
-1,6
-0,5
+0,4
+1,3
+2,1
-0,3
6
8
-0,7
— 0,5
+0,3
+1,3
+1,7
+2,6
+0,6
8
10
-0,1
+0,1
+0,8
+1,7
+1,8
+2,6
+1,1
10
12
+ 0,9
+1,2
+1,3
+2,3
+2,1
+2,5
+1,7
Mn.
14
+ 1,5
+2,0
+1,9
+2,5
+2,4
+2,6
+2,2
2 h a. m.
16
+ 1,1
+1,8
+2,1
+2,5
+2,7
+2,9
+2,1
4
18
0,0
+0,7
-fl,5
+1,7
+2,3
+2,9
+1,3
6
20
-2,4
+1,7
-0,4
+0,6
+1,7
+2,5
-0,3
8
22
-3,7
-3,1
-2,0
-1,0
+0,3
+1,3
-1,7
10
Mittel
-1,5
-0,9
-0,2
+0,7
+ 1,3
+2,1
0,0
Die Tabelle zeigt im December die grösste positive, im Juni und Juli diegrösste negative Correction. Der Monat September, der ohnehin vorzugsweise zuBeobachtungen wegen der Beständigkeit der Witterung günstig ist, bietet auch hierdie beste Uebereinstiinmung.
Schliesslich erwähne ich noch eines Verhältnisses, welches DENZLER in sei-neu „Andeutungen über den Gang der Temperatur in freier Luft im Laufe desJahres und des Tages“ 1 gefunden hat. Indem die Jahresmittel des Luftdruckes fürdie Jahre 1826 bis 1836 incl. zur Bestimmung der Temperatur der Luftschicht zwi-schen Genf und St. Bernhard benützt wurden, zeigte sich, dass die Abweichungender einzelnen Jahre vom Mittel für die Stationen und für die freie Luft nicht genaudenselben Gang befolgten. Bisweilen kann es geschehen, dass das an den Stationenwärmere Jahr die mittlere Wärme der Luftsäule kälter ergiebt als den Mittel-werth, und umgekehrt. Die Verkeilung der atmosphärischen Feuchtigkeit und diedavon bedingte Durchsichtigkeit der Atmosphäre scheint die wesentlichste Ursachedavon zu sein.
In den feuchteren Jahren, welche zugleich die trüben sind, wird der freienAtmosphäre durch die Condensation des Dampfes eine nicht unbedeutende Wärme-quelle gegeben, während an den Stationen zwar die nächtliche Erkaltung durchStrahlung geringer, aber zugleich in noch grösserem Maasse die Erwärmung durchdie Besonnung vermindert wird.