BESTIMMUNGEN DER WASSERMENGE IN IIAUFENWOI.KEN.
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Einige Versuche, die wir gleichzeitig zur Bestimmung der Regenmenge an-stellten, scheinen zugleich zu zeigen, dass die Wassermenge, welche sich bei einemso feinen Regen als Tröpfchen (oder Schneeflocken) in einem Cubikmeter Luft be-findet, verhältnissmässig sehr gering sein muss.
Um 10 h 50' a. m. wurde nämlich zur Bestimmung der Regenmenge folgenderkleine Versuch gemacht.
Ein Stückchen Filtrirpapier von 20 Ctmtr. Länge und 10 Ctmtr. Breite wurdeauf eine trockene Unterlage gelegt, zuerst mit Pappe bedeckt und dann während6 Minuten dem atmosphärischen Niederschlage ausgesetzt; das Fallen von Schnee-flocken begann, wie oben erwähnt, erst etwas später; jetzt fiel nur ein feiner, sehrgleichförmiger Regen.
Das trockene Papier wog, ehe es dem Regen ausgesetzt war, 1,341 Grm,
nach einem Ausselzen von 6 Minuten. 1,954 „
Zunahme 0,013 Grm.
Das Papier war dabei noch nicht ganz durchnässt, sondern zeigte nur gut begrenztebereguete Flecke.
Eine Oberfläche von einem Quadratmeter hätte demnach unter diesen Umstän-den , in 6 Minuten, durch den Regen eine Zunahme des Gewichtes von 30,05 Gram-men gezeigt.
Wäre die gleichzeitige Fallgeschwindigkeit der Regentropfen bekannt, so liessesich bestimmen, wie viel Regeuwasser in einem Cubikmeter Luft in einer Zeiteinheitenthalten war. Jedenfalls lässt übrigens schon die geringe Gewichtszunahme desausgesetzten Papieres erkennen, dass die Regenmenge in diesem Falle bedeutendgeringer gewesen sein muss, als die nebelförmig suspendirte Wassermasse 1 .
Nimmt man auch, mit Berücksichtigung der sehr kleinen Durchmesser der Was-serkügelchen, die Geschwindigkeit sehr gering an, und setzt z. B. die Fallzeit füreinen Meter Höhe gleich vollen 3 Secunden 2 , so würde man das absolute Gewichtdes Regens (P), das sich in einer Zeiteinheit in einem Cubikmeter Luft befindet,
erhalten aus der Gleichung P = Üi 3 W obei t die Zeit für 1 Meter Fallhöhe, p die
in der Zeit T auf 1 Quadratmeter gefallene Masse des Regens bedeutet.
Da in diesem Falle T = 0 Minuten, p = 30,05 Grm. beträgt, und t — 3 Secun-den gesetzt wurde, erhält man P 3(Fr “ 0,2o5 Grm. Ein Resultat, welches
jedenfalls zeigt, dass die Nebelmasse in diesem Falle die Regenmasse sehr wesent-lich übertraf.
1) Diese verhältnissmässig geringe Zunahme lässt auch erkennen, dass das Papier durch hygro-scopisches Ansaugen mit Feuchtigkeit sein Gewicht nicht merklich verändert haben kann.
2) Diese Schnelligkeit kann, wie spätere Versuche zeigen, jedenfalls als ein Minimum betrachtetwerden.
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