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HÖHE DER WOLKEN.

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Gewicht der gasförmigen Feuchtigkeit der Luft in 1 Cu-bikmeter bei 52G,6 M.M. Barometerstand und 3,2° C. Temp. aus dem

Stande des Psychrometers berechnet (F).4,22 Grm.

Gesammtgewicht des Wassergehaltes der Luft aus der Ge-wichtszunahme der Chlorcalcium - Ilöhreii berechnet (W) ........ 5,57 Grm.

Gewicht des suspendirten flüssigen Wassers in 1 Cubikme-ter Luft dieser Wolkenmasse (W-F).1,35 Grm.

2. Beobachtungen über die Höhe der Wolken.

Die Höhe der Wolken ist im Allgemeinen abhängig von der Lebhaftigkeit desaufsteigenden Luftstromes und von der Masse der in der Atmosphäre enthaltenenFeuchtigkeit. Je grösser die letztere ist, desto grösser ist das Volumen der Wol-ken (und wohl auch ihr Wassergehalt). Daher geschieht es, dass mit dem Fallendes Barometers in Folge vorherrschender Südwinde auch die Wolkenhöhe geringerwird, während in der täglichen Periode zur Zeit des barometrischen Minimums inden Ebenen, oder noch häufiger kurze Zeit nach demselben, die Wolkenhöhe amgrössten ist.

Die Gestalt des Bodens hat einen sehr wesentlichen Einfluss auf die Lebhaftig-keit , mit welcher der aufsteigende Luftstrom sich erhebt; in Gebirgen, noch mehrüber grossen Plateaus stehen daher die Wolken höher, als über den Ebenen. Alsbekanntes Beispiel kann angeführt werden, dass in kleinen Gebirgen 1 die hervorra-genden Gipfel, der Brocken, die Schneekoppe u. s. w., ungleich öfter in Wolkengehüllt sind, als Punkte gleicher Höhe in den Alpen ; ein Unterschied, der auchdann noch immer charakteristisch genug bleibt, wenn man den Einfluss der nörd-licheren Lage für die zuerst genannten Berge berücksichtigt.

Die Höhe der Wolken lässt sich auf sehr verschiedene Art bestimmen 2 .

BekNOULU hatte bereits 1G88 „Acta eruditorum“ vorgeschlagen, nach dem Un-tergänge der Sonne die Dauer der Beleuchtung zur Berechnung der Wolkenhöhe zubenützen; Lambert machte darauf aufmerksam, aus der Zeit zwischen dem Blitzeund dem Donner die Höhe der Gewitterwolken zu bestimmen. Doch dürfte es invielen Fällen sehr schwierig sein, mit hinlänglicher Genauigkeit die Höhe des Blitzesüber dem Horizonte und somit die horizontale Entfernung der Wolken zu erhalten.Ein sehr hübsches Verfahren hat Bravais angegeben, um die Höhe von Wolken

1) Vergl. die interessanten Bemerkungen Dove s über den Unterschied der Wolkenhöhe am Brockenim Sommer und im Winter in seiner Abhandlung „über den Regen“ in den Mittheilungen „über dieklimatischen Verhältnisse des Preussischen Staates .

2) Vergl. Pouillet : Note sur la hauteur, la vitesse et la direetion des nuages. Comptes rendus1840. T. XI, No. 9.