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BEMERKUNGEN ÜBER DIE GEGENSEITIGE ENTFERNUNG DER REGENTROPFEN. 407

waren auf eine sehr ebene Steinplatte ausgebreitet und dienten zum Auffangen desRegens, während gleichzeitig die Hagelkörner von der harten Unterlage raschabsprangen.

In G ressoney beobachteten wir ebenfalls einen Regen, der reichlich mit Ha-gel gemischt war. Wir fanden:

No. 34. 21. September 1851 12 h 30’ p. m. Luft 7,4 ° C. Regen, der zugleich mit

Hagel niederfiel, 6,4° C.

Das Filtrirpapier lag auf einem harten glatten Brette; die Hagelkörner warennicht sehr gross und sprangen rasch ab.

Wir hatten auch auf dem Huthause im Höllenthale Gelegenheit eine ganz ähn-liche Beobachtung anzustellen:

No. 35. Am 21. Sept. 1852 fiel um 5 Uhr Nachmittags ein Regen mit Hagelvermischt. Ein Filtrirpapier, auf eine hölzerne Unterlage aufgelegt, sog sehr deut-lich das Wasser ein, während die Hagelkörner absprangen. Das Papier zeigte eineTemperatur des Regenwassers von +7,2, die Luft hatte 9,2° C. Die Hagelkör-ner selbst hatten wohl beim Herabfallen sicher eine Temperatur unter 0. Als eineQuantität Körner rasch nach dem Niederfallen von einem Heuhaufen, auf dem siesich angesammelt hatten, in ein kleines Glas gebracht wurden, zeigte ein hinein-gestecktes Thermometer —0,8° C., obwohl ungeachtet aller Vorsicht die Hagel-körner durch die Berührung mit der Oberfläche der Erde und theilweise mit denWänden des Glases etwas erwärmt sein mussten.

Bemerkungen über die gegenseitige Entfernung der Regentropfen.

Während des Regens am Huthhause vom 21. und 22. September versuchte ichdie Zahl der Tropfen, welche in einer bestimmten Zeit auf eine gemessene Ober-fläche fallen, zu bestimmen. Da bei den Bestimmungen der Regentemperatur durchberegnetes Filtrirpapier erst nach einer merklichen Zeit die vollständige Durchnäs-sung stattfand, konnte man erwarten, bei einiger Vorsicht die Tropfen nachzählen zukönnen. Es wurde zu diesem Zwecke ein genau gemessenes Rechteck von weissemFdtrirpapier von 40 Otmeter Länge und 20 Ctmeter Breite untei einer wasserdichtenDecke (kleines Brett) ins Freie gebracht und horizontal aufgelegt. Auf ein gege-benes Zeichen wurde die Decke rasch entfernt und nach 30 Secunden wieder auf-gelegt. Gleich der erste Versuch zeigte, dass die Tropfen sehr gut zu zählen wa-ren und nur selten zwei derselben seitlich sich berührten und verflossen.

Am 21. September 4' 1 30' bis 4 h 40 p. m. erhielten wir bei starkem Regen beidrei wiederholten Versuchen in 30 Secunden 90, 80 und /5 Tropfen auf den ausge-setzten Papierflächen. Die entstandenen Flecke waren, wie erwähnt, sehr bestimmtbegrenzt und gut zu zählen. Die meisten waren kleine Kreise von 5 bis 8 M.M.

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