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BEOBACHTUNGEN ÜBER HIE ATMOSPHÄRISCHE FEUCHTIGKEIT.
im Durchmesser; dazwischen zeigten sich aber auch sehr viele noch kleinere; |teletwa hatte 2 bis 3 M.M. im Durchmesser.
Um 5 h 30', während der Regen sich sehr vermindert hatte, wurde der Versuchwiederholt; allein jetzt gab dieser feine Regen so viele Tropfen und die benetztenStellen lagen so dicht neben einander, dass es nicht mehr möglich war sie zu zählen.
Wir wiederholten den Versuch nochmals bei massig feinem Regen am 22. Sep-tember, Hessen aber jetzt das Papier nur 15 Secunden ausgesetzt. Das Zählen warjetzt noch ziemlich gut ausführbar, obwohl bereits an manchen Stellen einzelneFlecke zusammengeflossen waren. Wir erhielten bei zwei Wiederholungen 342 und275 benetzte Stellen. Der Unterschied in der Grösse der einzelnen Flecke war zu-gleich viel geringer.
In Beziehung auf die Schnelligkeit, mit welcher der Regen in der Näheder Oberfläche der Erde ankömmt, ist der hübsche Versuch von Rozet 1 anzufüh-ren, der die Schnelligkeit eines Eisenbahnzuges benützte, um aus der schein-baren Neigung der Regentropfen die Geschwindigkeit des Falles derselben, die inWirklichkeit nahe vertical herabfielen, zu bestimmen. Ist die Schnelligkeit des Wa-gens v, die Neigung, welche die Tropfen anzunehmen scheinen, cp, so ist z dieGeschwindigkeit des Regens:
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Rozet fand so in einem Falle zwischen Beaune und Dijon die Geschwindig-keit eines grosstropfigen Regens gleich 11 Meter in der Secnnde.
Gewöhnlich ist eine solche Beobachtung sehr schwer zu machen, theils weilder Regen nicht vertical fällt, theils deswegen, weil bei einem nur etwas starkenWinde die Heftigkeit des Windes stets stossweise sich ändert und so auch beigleicher Fallgeschwindigkeit die Neigung des Regens sich ändert. Eine Beobach-tung, die ich am 14. Juli 1853 zwischen Gotha und Weimar während eines starkenGewitters und bei sehr heftigem Regen machte, schien mir jedoch ebenfalls gute Re-sultate zu geben, da die Regentropfen sehr gleichmässig fielen und zugleich nahesenkrecht herabkamen. Die Geschwindigkeit des Eisenbahnzuges bestimmte ich ausder Zeit, in der wir die Distanzen zwischen kleinen Ortschaften, an denen nichtangehalten wurde, zurücklegten; die Distanzen waren der Specialkarte der Thürin-gischen Bahn entnommen. Für die Bewegung des Zuges erhielt ich 32,5' in derSecunde; die scheinbare Neigung des Regens war 20°. Uh bestimmte sie mit demkleinen Neigungsapparatc Fig. 5 Taf. V.
Man erhält daraus eine Schnelligkeit des Regens von nahe 90 Fuss in der Secunde.
I) C. R. T. 32 S. 581 in Pooc.. Annalen Sß S. 335-