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ÜBER EINIGE OPTISCHE ERSCHEINUNGEN DER ATMOSPHÄRE.

so hergestcllt, dass in einem nur massig hellen Raume das Ammoniak auf Höllen-stein gegossen und dasselbe nun so lange tropfenweise zugesetzt wird, bis die Trü-bung der Flüssigkeit verschwindet, ein Moment, der mit einiger Uebung sehr leichtmit grosser Schärfe eingehalten werden kann.

Diese Flüssigkeit wird dann in einem geschwärzten Fläschchen aufbewahrt.Das Papier liess ich gewöhnlich 5 Minuten in der Silberauflösung; dann wurde es(in einem dunkeln Raume) zwischen Fliesspapier getrocknet und in einer nahe luft-dicht zugeschraubten Holzbüchse bis zum Gebrauche aufbewahrt.

Die Papiere behalten so ihre Empfindlichkeit 24 Stunden mit grosser Zuverläs-sigkeit unverändert; bei den Versuchen wurden aber stets Papiere angewandt, dienur wenige Stunden vorher präparirt waren.

Die silberhaltige Flüssigkeit behält eine sehr günstige Gleichförmigkeit ihrerWirkung bei. Wenn auch nach und nach etwas Ammoniak verdunstet, so entstehtzugleich ein dunkler Silberniederschlag, der aber auf den präparirten Papieren nichthaftet. Ich habe noch jüngst (1854) ein Fläschchen Silberlösung untersucht, dasich bei den Versuchen 1851 benützte, und erhielt ganz gleiche Resultate, wie beider Anwendung einer ganz frisch hergestellten Auflösung.

Grösse des Apparates. Die beiden Glasfläschchen hatten einen quadrati-schen Durchschnitt und packten sich so sehr bequem in eine kleine Holzkapsel. Siewaren mit Korken verschlossen, die zugleich mit einer dicken Lage von Siegellackverklebt waren, das bei jedem Schliessen der Flaschen erneuert wurde. Diese Artdes Verschliessens schien mir besser als die Anwendung von eingeriebenen Glas-stöpseln, da bei so concentrirten Lösungen, wenn sie zugleich beim Transporte ge-schüttelt werden, häufig zwischen dem Hals der Flasche und dem Glasstöpsel Ab-lagerungen entstehen, die das Oeflnen der Flaschen fast unmöglich machen.

Die Papiere waren beim Eintauchen so geschnitten, dass sie eine Reihe 10 bis15 loser Streifen bildeten, die am obern Ende zusammenhingen, und zugleich solang waren, dass man nie nöthig hatte die benetzten Stellen zu berühren. DieBreite der Streifen betrug 5 M.M., die Länge gegen 10 Centimeter, wovon einStück von 5 bis 6 Centimeter Länge in die Flüssigkeiten eintauchte. Wenn mandas so geschnittene Papier am obern Ende rollte, so erhielt man eine kleine Rolle,welche man sehr bequem in den Hals der Flaschen einbringen konnte, und derenzu präparirenden unteren Theile durch die Drehung selbst hinreichend weit sich ge-genseitig entfernten, um sich nicht zu berühren.

Beobachtung. Das Papier wurde durch eine Klappe, die des besseren An-schliessens wegen mit schwarzem Sammt ausgeschlagen war, gegen die Oberflächeeines rechtwinklichen vierseitigen Kästchens 1 von Holz festgeklemmt. Das Kästchen

1) Es befanden sich in demselben verschiedene Kleinigkeiten, wie Siegellack, Pincette , ein Röhr-chen für Beobachtungen ohne seitliches Licht u. s. w.