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532 GEOLOGISCHE VERHÄLTNISSE DER ZUGSPITZE UNI) DES WETTERSTEINS.

schichten nennen, als ein Aequivalent der Kössenerschichteu anzusehen und alsunteren Lias zu betrachten.“

Die Sandsteine und die sandigen Mergelschiefer werden in bergmännischer Be-ziehung dadurch von Wichtigkeit, dass sie vorzugsweise einzelne Schwefelkies- undBrauneisenstein-Lager einschliessen, obgleich diese Erze auch in anderen Gesteinendieser Formation Vorkommen.

Man findet Eisenerze, welche zuweilen durch ältere Grubenbaue oder durchSchürfversuche aufgeschlossen sind 1 , zum Beispiel in der Nähe der HammersbacherAlpe , ferner am Sattel, welcher von dieser zur Hochalpe führt, zwischen dem Oster-feld und Längenfeld , am Hirschbühel und an anderen Punkten in den Umgebungendes Lahnewiesgrabens; schwache Spuren derselben kommen vor in den verschiede-nen Sandstein- und Mergelpartien am nördlichen Fusse des Wettersteines, am Scha-chenthor, am Kämmi, am Gamsangerle und an mehreren anderen Punkten im Ge-biete der Karte.

Ich habe diese Formation (die Gervillienschichten Emmrich’s) vorläufig als un-teren Lias bezeichnet, indem ich mich dabei F. von Hauer anscliliesse, welcherannimmt, dass dieselben ihrer verschiedenen Fauna wegen von den Cassianer-schichten, als dem obersten Gliede der alpinen Trias, zu trennen seien, währendEmmrich, Esciier und Merian geneigt sind, die Gervillienschichten mit den Cas-sianerschichten zu parallelisiren. Sie beziehen sich dabei theils auf die Lagerungs-verhältnisse in den südlichen Alpen, theils auf die Verwandtschaft in manchen pa-läontologischen Charakteren.

Nach den neueren ausgedehnten Untersuchungen in den österreichischen Alpenwerden dort jetzt die Hallstädter Schichten als oberer Muschelkalk betrachtet= Cassianerschichten nach Münster und Klipstein.

Zum unteren Lias werden als gleichalterig gerechnet:

a. die Kössenerschichten = Gervillienschichten Emmrich’s = obere St. Cassian-schichten der Schweizer Geologen;

b. die Dachsteinkalke mit Megalodon triqueter (Megalodus scutatus Schafh.);und c. die Grestener Schichten.

Da die verschiedenen versteinerungsführenden Glieder der Trias in dem von miruntersuchten Gebiete nicht auftreten, so konnte ich hier keine näheren Beobachtun-gen über das Verhältniss der Gervillienschichten und ihrer Fauna zu jener der tie-feren Bildungen anstellen.

Verzeichniss der wichtigsten Petrefakte.

Ich habe gesucht in der folgenden Zusammenstellung für die verschiedenen Lo-calitäten einige der wichtigsten und verbreitetsten Petrefakte aufzuzählen, welcheich in deutlichen und sicher bestimmbaren Exemplaren auffinden konnte. Viele an-

I) Vergl, hierüber die ausführlicheren Mittheilungen von Schmitz, a. a. 0. S. 370.