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ÜBERSICHT DER FORMATIONEN.

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dere Versteinerungen wurden bei der unvollständigen Erhaltung der Exemplare fürjetzt noch nicht näher untersucht.

Der Lahnewiesgraben und seine Umgebungen 1 , am nördlichen Fussedes Kramerberges von der Mündung in das Loisachthal bis zur Enningalpe, sindein vorzüglicher Fundort schöner und zahlreicher Versteinerungen. Durch die fol-genden Arten 2 werden diese Schichten ganz deutlich als Unterer Lias = Kössener-Schichten oder Gervillienschichten bezeichnet:

Ammonites Roberti Hauer 3 . Aus dem Brunstgraben, einem Zufluss auf der lin-ken Seite des Lahnewiesbaches, in einem dunkelgrauen Mergelkalke. In Oester-reich wurde diese Art bis jetzt nur im oberen Lias beobachtet.

Avicula inaequiradiata Schafh. In ziemlich zahlreichen Exemplaren. Die Artkömmt, obgleich seltener, auch in den Kössenerschichten der österreichischenAlpen vor.

Cardium rhaeticum Merian (bei Esciier Taf. IV, Fig. 40,41).

Gervillia inflata Schafh. An einigen Stellen in den höheren Theilen des Thaieswestlich vom Brunstgraben in sehr zahlreichen Exemplaren.

Lima , in einigen nicht sicher bestimmbaren Exemplaren.

Modiola Schafhäutli Stur = Modiola texta Schafh.

Nucula complanata Piiill. Sie kömmt auch in Oesterreich im unteren Liasvor. Mit ihr zusammen fanden sich in diesem Gebiete noch einige andere,wahrscheinlich davon verschiedene Nucula-Arten.

Pecten lugdunensis Mich. (Merian bei Escher Taf. III, Fig. 22— 24).Pholadomya lagenalis Schafh. Pinna Hartmanin Ziet.

Trigonia, „ähnlich Trigonia harpaMü. oder Trig. Whateleyae Buch; dochdavon verschieden und wohl neu“.

lthynchonella fissicostata Suess. Rhynchonella cornigera Schafh.

Terebratula gregaria Suess, häufig zwischen Korallen festsitzend.Rhynchonella subrimosa Schafh. Spirigera oxycolpos Emmrich.

Korallen kommen in einzelnen Schichten, wie es scheint vorzüglich in der un-teren Abtheilung dieser Formation, in grosser Anzahl vor, so dass sie zuweilendie Hauptmasse des Gesteines bilden. Die Arten dieser Korallen, vorzüglich

1) Bei der Untersuchung der petrefaktenreicben Schichten des Lahnewiesgrabens erfreute ich michöfter der Begleitung des Herrn Bergpraktikanten Würmer in Garmisch ; ich verdanke seiner gütigen Mit-theilung mehrere interessante Versteinerungen aus diesem lhale.

2) Ich beschränke mich hier, wie schon oben erwähnt, gegenwärtig nur auf die Mittheilung einigerArten, welche für die Formationsbestimmung vorzüglich wichtig sind. Für die nähere Beschreibung derreichhaltigen Fauna der Lahnewiesschichten vergl. die verschiedenen Abhandlungen Sciiafiiaeutl’s inLeoniiard und Bronn’s Jahrbuch 1851, 1852 und 1853.

3) Jalirb. d. geolog. Ueicbsanstalt 1853 S. 748.