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GEOLOGISCH! 1 ' VERHÄLTNISSE OER ZUGSPITZE UND DES WETTERSTEINS.

Am besten aufgeschlossen sind diese Schichten in der Weidachlahne undihren Seitenzuflüssen, auf der rechten Seite des Ammerthaies, unmittelbar östlichvon Oberammergau ; jedoch auch auf der gegenüberstehenden, linken Seite des Thaieskommen in den mergeligen Kalken Liasammoniten vor.

Den unteren Lias (= Gervillienschichten) konnte ich hier bis jetzt nicht indeutlicher Entwickelung auffinden.]

Die Liasschichten fallen steil nach Süden und befinden sich jedenfalls in sehrunregelmässigen Lagerungsverhältnissen. Auf der rechten Seite des Thaies breitensich nördlich davon grosse Massen mergeliger und sandiger Flyschgesteine aus, derenGliederung nur durch eine sorgfältige paläontologisclie Untersuchung der Schichtenmöglich würde. Unmittelbar im Liegenden der Liasschichten, im Lehmgraben, amKühberg u. s. w. enthalten die grauen Kalkmergel, ebenfalls mit 77° nach Süden30° Westen fallend, nichts als den Fucus intricatus. Im Hangenden der Lias-mergel, auf der linken Seite der Weidachlaline findet man einen wenig mächtigenZug dolomitischen Kalkes, welcher hier ebenso wie in seiner westlichen Verlänge-rung am Rainer- oder Schinderbüchel, südlich von Ammergau mit 70 — 75° nachSüden oder Süden 7° Westen fällt. Weiter nach aufwärts an den Abhängen desLaberberges folgt durch einen dickberasten und schuttbedeckten Weideplatz getrenntder helle obere Alpenkalk 1 , welcher jedoch an den Laberköpfen ganz entgegen-gesetzt mit 70 — 80° nach Norden fällt, und weiter gegen Ettal zu von einem rothenMarmor 2 (= Lias) unterlagert wird.

Folgendes sind die wichtigsten Versteinerungen aus dem Lias von Ammergau:Ammonites amaltheus Sciiltii. In den Adnetherschichten noch nicht gefunden.Ammonites Nodotianus d’Oril Kömmt auch bei Adnetli vor.

Ammonites radians Sciiltii. In mehreren Varietäten und zahlreichen Exemplaren.Ammonites Reussi Hau.? „Ein dem Am. Ilumphriesianus Sow. in der äusserenForm sehr ähnlicher Ammonit von St. Wolfgang, der aber eine ganz abwei-chende Lobenzeichnung besitzt, veranlasste mich diese Art aufzustelleu. Diein Ammergau gefundenen Exemplare lassen zwar die Lobenzeichnung nicht er-kennen, doch kann man, da sie aus gleicher Formation stammen, vermuthen,dass sie zu Am. Reussi gehören werden, da A. Humphriesianus in der nächsthöheren Etage (Unterem Jura) liegt“.

Ammonites Partschi Stur. (Jahrb. der geol. Reichsanst. Bd. II- Hft 3. S. 26.)„Eine neue Heterophyllenart, die besonders dadurch wichtig ist, dass sie dieAdnetherschichten mit den Hierlatzschichten 3 verbindet“.

1) Vergl. Seite 540.

2) Vergl. Seite 538.

3) Sie gehören beide dem oberen Lias an.