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ÜBEBSIC1IT DER FORMATIONEN.

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welche diese Petrefakte enthalten, von der unteren Liasformation im Allgemeinenzu trennen.

In den Schichten des unteren Lias am nördlichen Fusse des Wetter-steines, in den Umgebungen der Wettersteinalpe u. s. w. treten (oft in sehr grosserAnzahl) vorzugsweise auf:

Cardium austriacum Hau. „Es ist dieses die so oft als Cardita crenata be-zeichnete Art. Zwei Seitenzähne am Schloss, die wir an Exemplaren aus unse-ren Alpen blosslegen konnten, stellen die Art ziemlich sicher in das GeschlechtCardium. Die ächte Cardita crenata aus den Cassianerschichten scheint einganz abweichendes Schloss zu besitzen, doch kenne ich dasselbe nicht vollstän-dig“. Sehr häufig.

Nucula complanata Piur.u.

Ostrea Haidingeriana Emmrich. (Jahrb. d. geol. Reichsanst. 1853. 377.) Oftin grosser Anzahl angehäuft in den mergeligen Kalken auf dem Kamme östlichvon der Wettersteinalpe.

An den Abhängen auf der südlichen Seite des Wettersteines, unterhalbdes Schönberges, Rossberges und bei der Ehrwalderalpe, fanden sich in einem dun-kelen mergeligen Kalke, der hier von lichteren thonigen Kalksteinen unterlagert wird,folgende Arten:

Rhynckonella fissicostata Suess. Spirifer Emmrichi Suess.

Avicula intermedia Emmr. (Jahrb. d. geol. Reichsanst. IV, 1853. 376.) Von densehr ähnlichen Arten Avicula inaequivalvis Sow. und Avicula Münsteri Br. durchdie Zahl der Rippen verschieden.

Cardium austriacum Hau. Uebereinstimmend mit Exemplaren von der Wetter-steinalpe, wo diese Art weit häufiger auftritt als hier.

Lima gigantea Sow.

Modiola Schafliäutli Stur = Modiola texta ScilAFii.

III. u. IV. Oberer Lias, und Jura.

A. Oberer Lias von Ammergau.

Ich hatte Gelegenheit, sehr deutlich entwickelte Schichten des oberen Lias inden Umgebungen von Oberammergau zu beobachten, unmittelbar nördlich von demGebiete der Karte. Diese Schichten sind hier durch einen grossen Reichthum cha-rakteristischer Cephalopoden des Lias ausgezeichnet.

Mehrere schöne Exemplare von diesem Fundorte verdanke ich der Güte desHerrn Flunger, Zeichnungslehrers und Bildhauers in Ammergau , welcher michwiederholt bei der Untersuchung der wichtigsten Punkte begleitete. D as Gesteinist. vorherrschend ein blaugrauer Kalkmergel, dei von SciiafiiÄutl 1 genau beschrie-bene Amaltheen- Fleckenmergel.

1) Geognostischc Untersuchungen des üiklbairischen Alpengebirges. S. 22 u. 142. l'af. X. u. XL