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kopf'es überall Nord- und NordNordOst-Fallen zeigt; er fällt nämlich am Zinnes-kopf mit 47° nach Norden 3° Osten, am Kämikopf auf der westlichen Seite mit65° nach Norden 19° Osten, auf der östlichen Seite mit 77° nach Norden 12°Osten. In den oberen Tlieilen dieser Kämme, zunächst den Schiefern, ist die Stra-tification durch vielfach sich durchkreuzende Klüfte sehr undeutlich.
Nördlich vom Kämi- und Zirmeskopf trifl't man einen langen zusammenhängen-den Streifen der thonigen, dunkelen Unter-Lias-Gesteine mit ihren charakteristi-schen Versteinerungen. Ihre Lagerungsverhältnisse zu dem im Süden befindlichenoberen Alpenkalk scheinen, soweit die Rasen- und Waldbedeckung ihre Beobach-tung gestattet, nicht immer dieselben zu sein. — Unmittelbar am nördlichen Fussedes Kämikopfes sind Schichten entblösst, welche mit Ga° nach Norden 30° Ostenlallen, und dieses Fallen ist auch noch an anderen Stellen am Fusse des Kämi-und Zirmeskopfes angedeutet. Hingegen in der östlichen Verlängerung dieses schma-len Bandes von unterem Lias, am Burgberg, wo die Structur des Gebirges etwaseinfacher wird, sieht man überall ganz bestimmt den steil südlich fallenden Dolomitals die Grundlage des in gleicher Richtung fallenden unteren Lias, über welchemdann der obere Alpenkalk folgt.
Aber auch im Westen, in den sehr versteinerungsreichen Schichten des unterenLias südlich vom Rachen, findet man wieder ein Fallen nach Süden 15° Westenmit ungefähr 70° Neigung; ich vermochte bei der wenig deutlichen Stratificationdes Dolomites im Rachengraben nicht mit Bestimmtheit zu entscheiden, ob der letz-tere, wie mir mehrmals schien, ebenfalls südliches Einfallen besitzt.
Die Bildung der kleinen Querthäler am Wetterstein, welche sich zwischen denverschiedenen secundären Kämmen herabziehen, von der Schachenalpe bis zum west-lichen Fusse des Gamsangerle, ist deutlich von den allgemeinen Ilebungsverhält-nissen des Gebirges bedingt. Es sind Senkungsthäler, welche den Zusammenhangder Schichten unterbrechen; auch ist das Fallen der Schichten in den Thalsohlensehr verschieden von jenem auf den Kämmen.
Wie am Kämi, so findet man auch auf der hochgelegenen Frauenalpe, nörd-lich von den Dreithorspitzen, und im Grossen Ilunds-Stall in Folge einer tiefenZerspaltung und späteren mächtigen Zusammenschiebung des Gebirges, einzelne Par-tieen des wohl charakterisirten unteren Lias zwischen den steil aufgerichteten Mas-sen des oberen Alpenkalkes eingeklemmt 1 .
dieser Punkte durch die Gebirgsbewohner; auf der Generalstabskarte ist die Stellung dieser beiden Na-men die umgekehrte.
1) Die dicken Schneelagen, welche auch bei wiederholtem Besuche dieser 1 unkte in den letztenTagen des Juni noch viele Stellen des Bodens im Hunds-Stalle und auf dei l 1 rauenalpe, ebensowie am Gamsangerle bedeckten, machten es mir leider unmöglich die Verbreitung der Gesteine desunteren Lias im Detail zu verfolgen; es möge dieser Umstand \oikommcnde kleine Abweichungen derKarte entschuldigen. Das allgemeine Factum konnte ich jedoch übeiall mit Bestimmtheit feststcllen.