Band 
Erster Theil. Sphärische Astronomie.
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Sphar. Astron.

, einer der ersten Grundsätze der ganzen Sternkunde ist, so mus ausführlich gezeigt wen' den, wie man sich durch leichte Beobachtungen hievon überzeugen kann.

§. is. Ein Körper wird sich im Kreise zu bewegen scheinen, wenn er sichbeständig in der Oberfläche eines geraden Kegels befindet, dessen Spitze im Auge ist;und dieser Satz ist mich umgekehrt richtig. Wenn also die täglichen Bahnen der Ster-ne, oder vielmehr ihre Projektionen an der Himmels-Kugel, Kreise seyn sollen, so musdie gerade Linie vom Auge zum Mittelpunkte eines solchen Kreises, die Axe eines gexa-den Kegels seyn, in dem sich der Stern bewegt, so daß alle Gesichtslinien des SternsSeiten dieses Kegels sind. Man verbinde das Fernrohr oder die Dioptern OK (6. Lig.)mit einer Axe ^ L, die sich in jeder Lage befestigen last, unter einem Winkel ^ 0 O,den man nach Gefallen ändern kann; doch so, daß man es, ohne den Winkelzu ändern, um die feste Axe ^ L drehen kann: so wird das Fernrohr O k einen dop-pelten geraden Kegel beschreiben, dessen Spitze in L, Axe und der Winkel, denjede Seite des Kegels mit der Axe macht, ^LO oder i8o° —ist. DiesWerkzeug ist unter dem Namen der parallanfchen Maschine bekannt. Wenn maunun ungefähr auf den Mittelpunkt des Kreises, den ein Stern täglich beschreibt,aiw nach der Gegend des Polar-Stcrns richtet, und dann die Lage von /r L sowota's den Winkel allmälig ändert: so wird diese Maschine endlich in eine solche

L .ge kommen, daß wenn man nun das Rohr L8 mit »«verändertem Winkelam ganzen Himmel herumführt, der Stern 8 beständig im Fernrohre bleibt, folglicheinen Kreis beschreibt, dessen Are L, und der von feinen Polen um den Winkel^ LO oder 182° —-V 0 entfernt ist. Die Spitze des Kegels ist in L oder in O,

weil die Länge L O hier für nichts zu rechnen ist.

§. 16. Hat man nun einmal die Axe L in dieser Lage befestigt, und än-dert den Winkel X 0 O so lange, bis ein andrer Stern s im Fernrohr erscheint, fo

wird auch dieser Stern beständig im Fernrohre bleiben, wenn man es, ohne den Win-kel /e Lo zu ändern, um ^ L herumführt. Hieraus folgt, daß alle Sterne sich täg-lich in parallelen Kreisen um die Erde bewegen, deren gemeinschaftliche Axe durch dasAuge oder einen Punkt der Erde geht. Die Ebnen aller dieser Parallel - Kreise sindalso gegen den Horizont unter einem Winkel geneigt, den man auf folgende Art findet.Aus einem Punkte I) der Are lasse man ein Loth I)L fallen, und ziehe von L eineHorizontal-Linie nach so ist die Neigung der Axe gegen den Horizont. Da

nun die Axe auf der Ebne aller Kreise senkrecht ist, so sind diese gegen den Horizontunter dem Winkel 90' — I) - A O L geneigt. Man nennt diese täglichen Bah.neu der Sterne, wegen ihrer Lage, parallel - greift.

§. > 7 - Mit eben dieser Maschine last sich auch die Zeit der orösten undkleinsten Hohe der Sterne beobachten, welche mit der Zeit einerley ist, da der Sternin der Ebne I) , d. i. in der Vertikal - Ebne durch die Are L /r ist. Blau ziehe(W vertikal, mid^verlangre L o bis au den Horizont durch in O: so istdie Höbe des Sterns 8. Nun sey das Fernrohr gegen die Are unter dem Win-kel LO - /Z geneigt, und die Ebne der Maschine /VLo weiche von der Vertikal-

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