Band 
Erster Theil. Sphärische Astronomie.
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r. A. z. C. 2^

§. 26. Je welker elu Parallel sich vom Pol entfernt, desto naher kömmtsekn Mittelpunkt dem Mittelpunkte L der Kugel. Es muö also unter allen Parallel--Kreisen, die ?H.zur Axe haben, einen geben (es mögen sich Sterne darin befinden,oder nicht), dessen Ebne durch 0 geht, der also ein groster Kreis, mithin von beydenPolen k, H., durchgehends um 90° entfernt ist. Dieser Kreis D V heist der Aequa-tor, und sein Durchschnitt mit der Erdfläche t v, die Linie oder der Erd - Aequator.So wie nun k, die Pole des Aequators sind, so sind 2, dl, die Pole des Hori-zonts. Ein gröster Kreis der durch die Pole des Aequators und Horizonts

geht, heist Meridian, und sein Durchschnitt mit der Erdfläche, Erd - Meridian deSOrts 2 und aller Oerter der Erde, die iin Kreise p 2 q n liegen. Jeder andre Ortder Erde hat auch seinen Meridian, welches der gröste Kreis ist, der durch seinen Schei-tel und die Welt - Pole geht. Alle Meridiane durchschneiden sich also in den Polenk, ( 2 ., und die Axe ? (T ist ihre gemeinschaftliche Durchschnilts-Linie Für jeden Ort2: sind nun noch die vier Haupt-Gegenden seines Horizonts merkwürdig. Wenn derMeridian den Horizont in den Punkten k, schneidet, so heist der Punkt k, derdem erhabnen Pole k am nächsten i>), Mittcrnachr oder Norden; der entgegenge-sezte tt Mirrag oder Süden. Der Punkt O, der 92° von und k entfernt ist,und den wir an der linken Seite haben, wenn das Gesicht nach Süden gerichtet ist,heist Morgen oder Msten; der entgegengesezte rechter Hand, Abend oder Westen.

§. 27. Durch die tägliche Bewegung wird demnach ein Stern I- in seinemParallel-Kreise nach der Richtung (§. 12. rz.) herumgeführt; ergeht nämlich

an einem nördlichen Orte 2, von Norden h., durch Osten d/l, nach Süden unddann durch Westen wider nach Norden: oder die Erde dreht sich nach der entgegen-gesehen Richtung durch aml, da man dann leicht sieht, daß jeder Ort 2 in beydenFällen genau dieselben Erscheinungen haben müsse. Wenn man die Himmelskngcl durchden Meridian ? 2 in zwey Halbkugeln theilt, so heist der über dem Horizont er-habene Theil, in welchem der Ostpunkt ist, der östliche, der entgegengesezte, der westli-che Himmel: und da auch der Aequator D V die Hinunciskngel in zwey Halste» theilt,so heist diejenige, in der sich der Nordpol befindet, oder 1 ? V, die nördliche, die an-dre 1 <TV, in der der Südvol liegt, die südliche Halbkugel. Die mit dem Horizontsparallelen kleinern Kreise heissen Almicancharac; die kleineren Kreise aber, die dem Aesquator parallel sind wie heissen schlechthin parallel Rreise.

§. 28. Die 8te Figur stelle dle Lage der Himmclskugel für einen Ort vor,dessen Scheitel 2, Horizont ist; ^H-sey der Aequator, k der Nordpol, und Oder östliche Durchschnitts-Punkt des Aequators und Horizonts. Da nun der Meridiandurch die Pole des Aequators und Horizonts geht (§. 26.), folglich aufbeyden Ebnen senkrecht steht, so ist auch ihre gemeinschaftliche Dnrchschnitts-Linie 0 Oauf dem Meridian, und auf allen in dessen Ebne durch O gezogenen Linien senkrecht.Mithin ist kZlLO — — 92", o"er O und O sind Quadranten. Da eben

dies von dem auf der andern Seite befindlichen westlichen Durchfchnittspnnkte gilt, soerhellt, daß die benden Durchsthnitts-Pui-kte des Aequators und Horizonts mit den Ost-und West-Punkten des Horizonts eincrlen sind (§. 26) . Eben daraus folgt auch, daß

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