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der Uhr selbst abhängt, >md ihre zu schnelle oder zu langsame Bewegung, die sich be-kanntlich auf eine leichte Art berichtigen last. Eine Uhr geht gleict'sörimI, wem alleihre Stlinden, Minuten, rc. unter einander gleich sind, so daß in der einen so vieleSekunden des Acquators durch den Meridian gehn, wie in jeder andern, wenn gleichnicht gerade in i Stunde. Dis >st d>e weseiulichste Eigenschaft einer guten Uhr,aber sie ist nicht hinlänglich. Wenn die Uhr eine gewisse Zeit, Sternzeit oder mittlereSonnenzelt anzeigen soll, und sie zeigt nicht genau 24 Stunden von einer Kulminmioneines Sterns oder der mittlern Sonne bis zur andern: so ist der Gang der Uhr, wenner auch vollkommen gleichförmig ist, doch unrichtig. So geht eine vollkommen gute, nachSonnenzeit gerichtete Uhr, unrichtig, wenn man sie als Stern-Uhr betrachtet. Alleindieser Fehler ist gehoben, sobald der Astronom ihn kennt. So, wie man nämlichSternzeit in Sonnenzeit, und umgekehrt verwandeln kann, so last sich dis auch mitder Zeit der Uhr thun. Gleichwie aber jene Bcrwandlung auf der Gleichförmigkeit derStern- und Sonnen-Zeit beruht, so wird auch hier der gleichförmige Gang der Uhrvorausgesczt. Alsdenn hat man drey gleichförmige Zeiten, Stcrnzeit, mittlere Sonnen-zeit, und Uhrzelt, die leicht in einander verwandelt werden. Dis geschieht am bequem-sten durch die Beobachtung der Kulminationen eines Sterns: die Uhrzeiten zweyer anfeinander folgenden Kulminationen eines Sterns zeigen an, wie viel Stunden, Minutenund Sekunden der Uhr, 24 Stunden Sternzeit gleich sind, wodurch man jede Uhrzeitauf Steruzcit reduziren kann.
§. ,166. Hat man aber zwey Kulminationen der wahren Sonne beobachtet,so muS mau für diese beyden wahren Mittage die Zeitgleichung oder die mittleren Zei-ten suchen. Diese findet man aus den Tafeln durch die wahre Länge der Sonne, oderaus den Ephemcriden, in denen man unmittelbar für ihren Meridian von Tage zuTage die mittlere Zerr im wahren Nurracze, und daraus eben dis für jeden andernOrt, dessen Lanae bekannt ist, findet. Der^ Unterschied des wahren und mittlern Mit-tags, oder die Zeitgleichung, ändert sich von einem Tage zum andern höchstens um zoSekunden, und diese Aendrnng selbst ändert sich in 24 Stunden gar nicht oder kaumeine Sekunde: daher die zweyten Differenzen der Zeitgleichung in einem Tage unmerk-lich sind, mithin die Zeitglcichnng sich gleichförmig ändert. Da man nun aus denEphemeriden sieht, wie gros die Zeitgleichung in zwey anf einander folgenden Mittagenist, oder um wie viel sie sich in 24 Stunden ändert, so findet man nach einer einfachenProportion, wie viel sie sich in der Zeit zwischen den Mittaocn des Orts der Ephcme-riden und des Orts der Beobachtung ändert: man hat also für den wahren Mittagder Beobachtung die Zcitgleichnna. Auf eben die Art findet man die mittlere Zeit fürden folgenden Mittag , und weiß also, wie viel Uhrzeit dieser dazwischen verflossenenmittlern Sonnenzeit gleich ist: wodurch man, weil beyde gleichförmig sind, jede Uhrzeitin mittlere Sonnenzelt verwandeln kann.
H. 167. Ist aber der Gang der Ubr nicht gleichförmig, geht in einer Sekundenicht ein eben so großer Bogen des Aeqnators durch den Meridian, wie in der vorigenoder folgenden, so sind widerum zwey Falle möglich. Entweder geht in jeder folgendenSekunde ein kleinerer oder ein größerer Bogen durch, als in der vorigen- im erstem Falle
nennt