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Sphär. Astron.
in dem Augenblick der Kulmination des Planeten gesucht, d. s. der in Sonnenzelt ver>wandelte oder durch i; dividirte westliche Stundenwinkel der Sonne. Dieser ist aber
alsdenn dem Unterschiede beyder Rektaszensionen gleich, also — «-i- f — ^^7 -
diö durch i; dividirt gibt t- Stunden. Man
sieht leicht, daß man diese Gleichung unmittelbar erhalten hatte, wenn. man der Sonnestatt ihrer eignen, die relative Bewegung in Ansehung des Planeten beygelegt, oder in obigerFormel (H.i86.) « — st/statt « gesezt harte. Beym Monde würde man auf eine höhereGleichung kommen, weil man bey ihm die tägliche Aendrung der Rektaszensivn nichtgleichförmig annehmen kann, sondern die höheren Differenzen gebrauchen mus, wie bei-den Uhren l §- i? 3 . > Indes gibt es nur besondre Falle, wo der Astronom diese Dingegenau wissen mus.
§. 188. Nachdem man die Zeit der Kulmination (§. 186. 137-) und demhalben Tagebogen des Sterns ^ §. 114.) Munden hat, so darf man diesen nur in wahreSonnenzelt verwandeln, und von der Zeit der Kulmination subtrahiern oder dazu ab.
Viren, um den Auf- ober Untergang des Sterns zu finden. Heist demnach der halbeTagcbogen v, so ist (§. 186.) die gesuchte Sonnenzeit — ^5Stunden, mithin die
Zeit des Ausgangs — — St. und des Untergangs — -- '^ 17 °^^' Stun-
Zeit des Ausgangs —den.
Bey den Planeten mus man,' wegen ihrer veränderlichen Rektaszensivn,« — ^statt « setzen (8. 18^.); misserdem andern sie aber auch unterdessen ihre Abweichung,,mithin ihren Tagebogen.. Man kann sich deshalb einer ähnlichen Näherung bedienen,indem man zuerst seinen Tagedogen aus der Abweichung sucht, die er in der Kulmi-nation hatte, dann für die hieraus gefundne Zeit des Auf- oder Untergangs seine Ab-weichung <§' durch die tägliche Aendrung korrigirt, und so aufs neue cnis F' den halben-Tagebogen -/ genauer sucht. Beym Monde wird die Rechnung weitlauftigcr, last sichaber aus dem bisher gesagten ohne Mühe herleiten.
§. 189. Eine in der praktischen Astronomie, besonders zur See gebräuchlich-'Aufgabe ist auch die, das Azimuth eines Sterns bey seinem Auf- oder Untergänge zu
finden. Wenn man in der Gleichung III. 2. (§. Z4.) >, 2: 0 sezt, so wird Los « — — -
Hier ist das Azimuth vom Meridian oder Südpnnkt gerechnet, und das negative Zei-chen zeigt an, daß der Punkt des Auf- oder Untergangs zwischen Osten oder Westenund Norden falle, wenn F mit -3 von gleicher Art ist. Bcym Auf- und Untergang--der Gestirne rechnet man aber das Azimuth gewöhnlich vom wahren Ost- und West-Punkt des Horizonts, und nennt es die Morgen- oder Abend-Weste ( )
des Sterns. Sie ist nördlich und « — 90", wenn -3 und F gleichartig sind, südlichaber und 90° — «, wenn sie verschicdner Art find. Nennt man sie also a, und>
nimt die nördlichen Weiten positiv an,- so ist überhaupt lln»-da dann » süd-lich wird, wenn es «! ist»
§- 190.'.