I
Erster Abschnitt.
Von den allgemeinen, Gesetzen der Bewegung.
Erstes Capitel.
Allgemeine Begriffe von Bewegung und Kräften.
^)er allgemeine Begrif Rörper ist einer der einfachsten und ersten, die sich der mensch-liche Verstand bildet: ein langer Zeitraum, eine mühsame Anstrengung ul>d glück-liche Entwicklung seiner verborgensten Kräfte' ward erfodert, ehr der Geist des Menschendie unsichtbare Kluft, die die Körper- und Geister-Welt trennt, überschreiten, lind vonjenem sinnlichen zu dem weit einfacher scheinenden Begriffe Geist sich erheben, oder vonden äuffern Gegenständen seine Aufmerksamkeit auf sich selbst wenden konnte. Indes istdieser Begrif doch nicht ganz einfach, sondern jeder, der sich bey dem Worte Aörpccetwas deutlich denkt, sezt das wesentliche desselben in folgenden zwey Eigenschaften, wo-von man^'ede als das Resultat eines unsrer zwey vornehmsten Sinne, des Gcsicchcsund Gefühls ansehn kann: nämlich i) in einer gewissen .bestimmten Größe oder Aus-dehnung , und D in der Undurchdringlicchkcir, die jedem Körper seinen eignen Mrranweiset. Der erste Begrif macht die Körper zum Gegenstände der Geometrie, dev lczte-um Gegenstände der Dynamik und Physik: der erste gibt bloß einem Wesen der Phan-tasie, dem eigentlichen geometrischen Körper das Daseyn, und aus ihm allein last sichder ganze unermeffliche Schatz der geometrischen Wahrheiten entwickeln; der lezte machtden Körper erst zu dem, was man im gem.'inen Leben darunter versteht, und für dieunzähligen physikalischen Eigenschaften empfänglich, deren Abwechslungen und Verbin-dungen die ganze Natur darstellen.
§. 2. Ohne diese beyden Eigenschaften können wir uns einen Körper nichteinmal als möglich) denken. Sobald wir ihn aber als wirklich ausser uns existircnddenken, sobald er einen Theil der Natur ausmachen soll, so hört alles unbestimmte auf,seine Verhältnisse gegen alle übrigen Theile der Natur müssen völlig bestimmt seyn. Daserste, und so lange man nicht an physische Eigenschaften denkt, das einzige Verhältnis,
dessen