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Figur und FestiUeit der Erde, die leztre aber strebt ihre Figur zu andern, und theilt derflüssigen Ooerfluchc eine stete Bewegung oder einen Strom nach der Tangente mit, deralso durch nichte' gehemmt wird; die ELeltmeere könnten dain» nicht in Ruye, und dieFigur der Erde nicht unveränderlich seyn.
Durch diese zwey Grundsätze mus demnach die Figur der Erde theoretischbestimmt werden. Der erste sezc voraus, daß man aus der Lage und Größe jederRöhre vom Mittelpunkt zur Oberfläche ihre Schwere finden könne, um zu entscheiden,ob sie bey allen gleich sey: und hiezu ist eS nothwendig, die Dichtigkeit der Erde, odervielmehr das Gefi'tz zu kennen, nach dem sich dieselbe in verschiednen Entfernungen vomMittelpunkt ande.t. Mein hier ist es, wo die Theorie uns verlast, und Beobachtun-gen, da sie im innern der Erde angestellt werden mästen, unmöglich sind. Es ist alsonatürlich, die einfachste Hypothese, nämlich die gleichförmige Dichtigkeit der Erde anzu-nehmen. Freylich zeigt schon die geringe Kenntnis, die wir von der Erde haben, wieunzuverlässig diese Hypothese ist; auch stimmt das daraus gefundene Verhältnis derAren nicht ganz mit den Beobachtungen überein. Allein der Zweck dieser Untersuchungist nicht so wol, die Dimensionen der Erde durch die Theorie genau zu bestimmen —diS kann nur durch Beobachtungen geschehn — a!S vielmehr im ganzen zu übersehn,wie sich die sphärische Gestalt der Erde durch die Rotation andern müsse, und über-haupt die beobachtete Aoplattung der Erde auS physischen Gründen zu erklären. Zudiesem Z veck ist jene Hypothese hinreichend, und die Vergleichung Mit den Beobach-tungen mus entscheide», wie weit sie von der Natur abweiche.
Aus dieser gleichförmigen Dichtigkeit der Erde, die bey der folgenden Un-tersuchung immer zum Grunde liegt, folgt, daß die Erde, wenn sie sich nicht um eineA.re drehte, von selbst die sphärische Gestalt annehmen würde; daß aber die aus derRotation einspringenden Schwungkräfte diese Figur dergestalt andern müssen, daß allePunkte, die gleiche Schwungkraft haben, ihre Entfernung von der Notations - Are umgleich viel ändern, oder daß der Aegvator und alle Parallele Kreise sind, mithin dieErde ein runder Körper ist, dessen Axe mit der RotationS - Are überein kömmt, daßfolglich alle Meridiane ähnliche Linien sind. Es folgt hieraus ferner, wenn man durchzeden Punkt kU der Erde und durch die Are eine Ebne oder einen Meridian legt, daßdie Erde dadurch in zwey gleiche und ähnliche Hälften getheilt werde, die also den
Allgemeinere theoretische Untersuchungen über diese Materie, ohne eine solcheHypothese zum Grande zu lege», sind besonders von D' Aiemdert <*) und Clai-
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1*) //o' al» Mrn/r, ///. VI. Uild
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