Allgemeiner Charakter.
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Formationen auswies, während die Alpenregion durchaus in der engstenVerbindung mit der großen europäischen Alpcnachse und mit den höchstenGraten und Grundstöcken derselben steht. Zwar hat auch der Jura einzelneBcrgansätze, die in die Alpenregion hineinreichen, wie wir sriiher bemerkten.Doch herrscht in seinem ganzen Aufbau so sehr das Gesetz der mildern Massen-bildung über das der Gipsclbildung vor, und er ist so wenig von der Energieder eigentlichen Alpensormation gehoben, daß die größere Höhe einzelnerFirste fast als zufällig erscheint. Ter Jura hat darum auch in seinem Vier-und Pflanzenlcben kaum einen Anhauch der echten Alpenregion.
Die eigentlichen Schwcizeralpen sind jene gewaltigen Hochrücken, dievoin Montblanc und vom Genfersee aus zu beiden Seiten der Rhone streichen,nach Süden und Norden ihre gewaltigen Arme aussenden, im Gotthardstock sichscheinbar zusammenfassen, von hier einerseits in wunderlichen Verzweigungennach dem Vrtelcs sich hinziehen, anderseits durch die Urncr-, Glarner - undSt. Gallcralpen gegen das Bodenseebecken abfallen, indem sie gleichzeitig durchden Rhätikon noch ihre Verbindung mit der Hrtelesdirektion festhalten. Seitalten Zeiten hat man versucht, eine gewisse Gliederung in ihrem Aufbau aus-findig zu machen. Man teilte sie in penninische, lepontische, höchste und rhätischeAlpen ein, später in drei hinter einander liegende flettenzüge; allein die Willkürspielte eine allzu große Rolle dabei. B. Studer und Tesor legten ihrerEinteilung rein geologische Gesichtspunkte zugrunde, indem sie dem frühernKettensystem gegenüber das der Zcntralmassen geltend machten, und eine dasGebiet der zentralen Gneismassen und der sie umschließenden Schiefer umfassendeMittelzonc und zwei diese begleitende Nebenzonen neptunischcr Gebirgestatuierten. Von orographischen Motiven ausgehend, teilt G. Studer dieSchweizeralpen anschaulich in drei Hanptgruppen ein: 1. Die Nordalpen, dasGebiet zwischen Rhone, Rhein und der schweizerischen Hochebene umfassend.Sie zerfallen in die Einzelgruppen: Berneralpen (klont cko illorelos bis Grimsel ),Urneralpen (Grimsel bisUrirotstock), Glarneralpcn (Andermatt bis Calanda)und Säntisgruppe. 2. Südalpcn, zwischen Rhone, Tessin , der picmontesischenEbene, Tora Baltea und Savoyen mit den Einzclgrnppen: Savoyergrenzalpen(Hont cl'Oebo bis b'ol clo I'ei-rex), Walliseralpen (Ool cks l'errex bisS. Giacomopaß) und Tessineralpen (S. Giocomopaß bis 1'irro ckel Eomobei Bellenz ). 3. Nhätische Alpen mit den Einzelgruppen: Adulagebirge(Nufenen bis )lonts Oeneroso), Albulagruppe (Splügen bis V-ü Rorta),Silvrettagruppe (Falknis bis Sattclkopf bei Landeck ) und Berninagruppetli Lrata bis 1'ir: llat bei Nauders ).
Ziehen wir nun einen Gürtel der vertikalen Erhebung von 1300 mbis 2300 m absoluter Höhe durch das ganze Relief des Alpengeländes, sofallen fast alle Vorberge mit ihren Gipfeln in diese Region; manche kulminieren,ehe sie die obere Grenze der Zone erreicht haben. In dem Lüngenzuge derHochalpen dagegen beschreibt diese Zone nur ein mittleres Revier, das kaum