Allgemeiner Charakter.
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getaut. Und doch sprießen während des kurzen Sommers doppelte Veilchenan seinem Ufer, von denen das zweite aus dem Kelche des ersten sich entwickelt,und eine interessante Bastardrannnkel (von U. Klaeialis und R. aeouitik.).Animalisches Leben ist aber weder in seinen traurigen Fluten noch an seinemUfer zu bemerken. In seiner Nachbarschaft liegen die kleinen Seelein desCol de la Fenetre (2680 in ü. M.), neben dem östlich vom Rawylpaßgelegenen Hvchseelein (2500 m n. M.), einem der höchsten europäischen Wasser-becken, oft jahrelang nicht anstauend*). Eben solche Miniatnrseen finden sichim wallisischen Orsierethal, der Orniersee, der sich von den gleichnamigenGletschern speist und in dessen Nähe eine der höchsten Kapellen der Alpen (2650 ni ü. M.) steht, zu welcher jährlich eine große Kreuzfahrt pilgert; derkleine Schwarzsee (2037 in ü. M.) am Matterhorn, ohne sichtbaren Zu- undAbfluß und ebenfalls mit einer Kapelle am User zu Ehren U. lieben Frauenzum Schnee, welche jährlich ein 1000—2000 Personen starker Bittgang vonZermatt aus besucht (auch hier wächst eine hübsche Hybride, kotsntilla,nmdisua); der Mattmarksee (2123 m ü. M.) am Tistelbergpaß, der imJahre 1817 und 1818 von dem wachsenden und rasch vorrückenden Schwarz-berggletscher quer durchschnitten wurde, so daß sich seine Gewässer in derHinteren Hälfte aufstauten, wobei der Gletscher am östlichen Ufer unter andereneinen 18 m hohen Felsblock von über 10 000 000 Gewicht zurückließ;der Jllsee (2350 m ü.M.) am Jllhorn; der Hochbachsee (2315 m); der Geiß-pfadsee ob dem Binnthal (2175 m); der Aletschsee am gleichnamigen Gletscher,dessen Eiswände 15 m über den höchsten Wasserspiegel ragen, mit faststätigen schwimmenden Eisinselu, ein Gewässer, das sich, ehe ihm ein Stollenins Vieschertobel gebrochen wurde, oft so verheerend unter dem Eise hin gegenNaters entleerte, daß den Hirten auf Märjelenalp die stete Überwachung desNiveaus überbunden wurde; der Brodelsee am Griesgletscher (2110 mü.M.);der oft bis in den hohen Sommer von Lawinenschnee halbangesüllte Rawylsee(2330 m ü. M.); der Daubensee auf der Gemmi (2206 m ü. M.), eineViertelstunde lang und acht Minuten breit, von den Lammerngletscherugenährt, mit trübem, während zehn Monaten des Jahres gefrorenem Wasser,in trauriger Trümmerwüste ohne eine Spur tierischen oder pflanzlichen Lebens.Er hat keinen sichtbaren Abfluß und an seinen' wilden Ufern Hausen bloßScharen von Alpendohlen. Ferner der Bach- oder Hexensee am Faulhoru(2176 m ü. M.), dessen Spiegel noch in der zweiten Hälfte des Juli einlockeres Gewebe zolllauger, nadelförmiger Eiskrystalle breiartig überzieht;das Wildseelein am Schwarzhorn (Berner Oberland ); der Tittersee südlich