Allgemeiner Charakter.
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An anderen Gebirgsmerkwürdigkeiten: Stalaktitenhöhlen, intermittieren-den Brunnen, Mnschellagern, bunten Marmorgängen, Weißen Alabastermassen,an wunderbarem Farbenreichtum der Felsen, an Mineralquellen rc. ist unserGürtel auch nicht arm. Die Baretto-Balma, in einem isolierten Felsen derVareinaalpen, eine kleine, helle und trockene Höhle, ist zu Rufe gekommen,weil sie wie manche ähnliche stets wie ausgeblasen ist, und nichts Verun-reinigendes, wie Laub oder Moos, darin liegen bleiben kann. ,Es läßt nichtsdrin', sagen die Hirten.
Unter den Krystallhöhlen sind die des Zinkenstockes am Lauteraar-gletscher zu hohem Ruhme gelangt. Unser Halter schildert sie in seiner Art:
Allein wohin auch nie die milde Sonne blicket,
Wo ungestörter Frost das öde Thal entlaubt,
Wird hohler Felsen Gruft mit einer Pracht geschmückt,
Die keine Zeit verfehlt und nie der Winter raubt;
Im nie erhellten Grund von unterird'schen GrüftenWölbt sich der feuchte Thon mit funkelndem Krystall.
Der schimmernde Krystall sproßt aus der Felsen Klüften,
Blitzt durch die düstre Lust und strahlet überall.
Dieses Gewölbe wurde im Jahre 1719 in einem 1 m mächtigen, amBerg über dem Gletscher sich hinziehenden Quarzbande erbrochen, in welchemschon früher einige Krystallgruben entdeckt worden waren. Die neue Höhlewar niedrig, 36 m lang, von einem Büchlein durchströmt und enthielt dengrößten bekannten Krystallfund. Das mächtigste Exemplar wog über 400 üx,mehrere 250 und sehr viele über 50 Der Gesamtvorrat wurde aufmehr als 50 000 im Wert von 90 000 Mark geschätzt. — Die Gebirgein der Gegend der Rhonequelle und des Oberlaufes dieses Stromes warenschon im Mittelalter berühmte Fundorte sowohl für farblose als für gefärbte(schwarze, dunkelbraune, gelbliche und rötliche) Krystalle, von welchen dieselteneren dunkeln, von einem Mineraloxyd gefärbten früher Morione hießeu,jetzt Ranchtopase oder Rauchquarze. Wirklich stammen aus jener Gegendnicht nur die zahlreichsten, sondern auch die gewaltigsten Krystalle. ImJahre 1757 wurden in einer Höhle des Walliser Vieschthales und etwasspäter am Hagdornberg oberhalb Naters (ebenfalls im Wallis ) Krystallhöhlengeöffnet, welchen Exemplare von 250, 300, 400 und 700 die größtenbekannten, enthoben wurden. — In unserem Jahrhundert fand der größteKrystallfund im Sommer 1868 in der Nähe des Furkapasses statt. Einige,Strahler' d. h. Sucher von ,Strahlen' oder Krystallen, hatten am Gletsch-horn ein Quarzband entdeckt, das sich vorn Tiefengletscher bald nur wenigeCentimeter, bald 3—4 m mächtig in die furchtbar steilen Granitwände hinauf-zieht und in einer Höhe von etwa 30 m über dem Gletscher ein paar dunkleStellen zeigte, welche die scharfen Augen der Kundigen als kleine Höhlen-öffnungen erkannten. Es gelang, auf einem höchst gefährlichen Gesimse bis
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