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Erster Band.
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Jahre 1508 fiel einem Portugiesen, Einwohner eines Dor-fes in der Nähe des Capo de Ia l\occa, ein, auf einenMarmorbloek folgende absclieulichc und unverständlicheVerse einzugraben:

Volvenlur saxa liltcris et online rectis,

Cum videas Occidens, Orientis opes.

Ganges , Indus, Tigris, crit mirabile visu,

Merces commutabit suas ulerque sibi.

Der Stein wurde eingegraben und so lange in der Erdegelassen, bis man hoffen durfte, dafs die Feuchtigkeit seineOberfläche angegriffen habe; dann ausgegraben, Neugie-rigen gezeigt und von begeisterten Alterthumsforschcrnals eine sibyllinische Inschrift beschrieben. Der Rcchts-gelehrlc Caesar Orlando entdeckte den Betrug, undliesende machte ihn in den Antiquitates Lusitanicaebekannt.

Nächst der angeblichen Prophezeiung des Scneca be-schäftigte die spanischen Schriftsteller zur Zeit der Ent-deckung von Amerika am meisten die grofsc Katastro-phe der Atlantis des Solon . Zwar erinnere ich mich inder That nicht, irgendwo in den Briefen des Columbusoder in den Bruchstücken seiner Abhandlung von derEroberung der Casa San/a eine Erwähnung der Atlan-tis gefunden zu haben; aber sein Sohn spricht von derIsla Atlantica, welche er, wie ich schon oben zu be-merken Gelegenheit gehabt habe, mit der kleinen Euböa gegenüberliegenden Insel Atalanta verwechselt hat, die,wie wir aus den Berichten des Thucydides, Scneca *) und

*) Thucyiide» ait (III, 89), circa Peloponnesiaci belli tempus(anno sexto) Atalantam intulam aut totam aut certe maxima exparte suppressam. Nat. Quaest.Y 1,2-1. Vergleiche auch Strabo libr. 1,j). 103 Almei. j). 61 Cas. Diese grofse physische Umwälzung lallt,bis auf Ein Jahr, mit dem dritten Ausbruche des Aetna zusammen, des-sen in der Geschichte seit der Niederlassung der Griechen in Sicilicn,d. h. seit der ersten Gründung von Syrakus Ol. 5, 4 nach der Iari-schcn Marmorchronik (Boeckh, Corp. lnscript. Graec., Tom. II, p. 335)