Band 
Erster Band.
Seite
156
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Strabo wissen, um Ol. 88, 2 durch ein Erdbeben ver-nichtet wurde. Herrera sagt, dafs man nur deshalb dieInsel Atlantis des Plato für eine der Antillen gehal-ten habe, um dem Admiral den Ruhm seiner Entdek-kung zu schmälern. Ich bin weit davon entfernt, diesebis zum Uebcrdrufs besprochene geologische Frage wie-der aufzunehmen. Die Probleme der mythischen Geo-graphie der Hellenen können nicht nach denselben Grund-sätzen behandelt werden, wie die Probleme der positivenGeographie. Sie bieten gleichsam verschleierte Bilder mitverwaschenen Umrissen dar. Die Bemühungen Platos * *),

gedacht wird. Die Erdbeben im Aegäischcn Meere sind vielleicht, trotzder Verschiedenheiten der Systeme beider Erscheinungen, Vorläufer desvulkanischen Ausbruches gewesen, gleich wie man Verbindungen zwi-schen den unterirdischen Bewegungen auf den Azoren , in Luisiana undan der Küste von Caracas wahrgenommen hat (Humboldt , Relat. hi -ttoriq. , Tom. II, p. 4 21). llesiod, nicht Homer , kannte den ta-rnen des Aetna , wenn überhaupt bei llesiod genannt worden ist,

und nicht vielleicht Eratosthcnes den Text (Theogon. v. 860) durcheine Verbindung mehrerer in einander greifender Verinuthungen erklärthat (Strabo , Tom. 1, p. 42 Alinel. p. 23 Cas.). Ein grofser Aus-bruch fand unter der Regierung des Iliero (Ol. 75, 2) Statt, und ver-anlafstc die Beschreibungen des Pindnrus und Aeschylus . Riodor (V, 6)berichtet, dafs lange vor dem Trojanischen Kriege die Sicani, die Ur-bewohner des östlichen Theiles von Sicilien, mithin früher als die Si-culiy durch Ausbrüche des Aetna , welche mehrere Jahre hindurch fort-währten, gezwungen wurden, sich in die westlichen Theile der Insel zuflüchten. Thucydides nennt den Ausbruch Ol. 88, 3 den dritten (111,116). Es ist wahrscheinlich, dafs llesiod den Aetna durch Auswürfekannte, welche der Niederlassung der griechischen Kolonien vorangegan-gen waren.

) Timaeut, vol. III, p. 2025; Critias , p. 109121 (Plat .Tom. IX, p. 287 297, Tom. X, p. 39 66 cd. Bip.). Von diesenbeiden Erzeugnissen seines Alters hat Plato das letztere nicht vollendet.(Vergl. auch Strabo , II, p. 160 Almei. p. 102 Cas. nach de m Zeug-nisse des Posidonim , nicht des Poltjbius , wie cs in dem an genauenUntersuchungen so reichen Werke von Hoff , Gesch. der natürlichenVeränderungen der Erdoberß ., Th. I, 8. 169 Keifst.)Posidonlusfindet cs tweckmäfsiger, die Ucbcrliefcruug (der ägyptischen Priester)