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Erster Band.
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Zeitraum von etwa 120 bis 130 Jahren. Die letzte Reise,von der sicli eine bestimmte Ueberlicferung erhalten bat,ist die des grönländischen Bischofs Erik, welcher sichnach dem Yinland begab, um daselbst das Evangeliumzu predigen. Die Niederlassungen auf der Westküstevon Grönland , welche sich bis zur Mitte des vierzehn-ten Jahrhunderts eines höchst blühenden Zustandes er-freuten, fanden allmälig ihren Untergang durch die zer-störende Einwirkung der Handelsmonopole *), die Ein-fälle der Esquimaux (Skriillinger) im Jahre 1349 oder1379 (das Jahr ist ungewifs **)), den schwarxen Tod,der den Norden während der Jahre 13471351 ent-völkerte***), und den Anfall einer feindlichen Flotte,deren Ausgangspunkt unbekannt ist. Heutigen Tagesglaubt man nicht mehr an die Fabel von jener plötzli-chen Veränderung des Klima, von der Bildung jenes Eis-dammes, welcher eine gänzliche Trennung der in Grön­ land angesiedelten Kolonien von ihrem Multerlande zurFolge gehabt haben soll. Da die Kolonien sich nur inder gemäfsigten Gegend der Westküste befunden haben,so kann ein Bischof von Skalholt nicht im Jahre 1540auf der Ostküste, jenseits der Eismauer, Schäfer gese-hen haben, die ihre Heerdeu weideten f ). Die Anhäu-fung der Eismassen an der Island gegenüber gelegenenKüste ff) hängt, wie schon oben angedeutet worden ist,

*) Torfaeus , Grönlandia antiqua, Praef. p. 23.

*) Graah, S. 175, Anm. 2.

***) Hecker, Der tchwarze Tod des vierzehnten Jahrhunderts,1832, S. 39.

f) Torfaeus , Grönland. , cap. 32, p. 261.

ff) Pontanus, Hist. Dan., lib. VII, p. 476. Obgleich die Reiheder Bischöfe von Grönland nicht über das Jahr 1406 hinausgeht, so scheintdoch der Pabst Eugen IV noch im Jahre 1433 das Bisllmm besetzt zuhaben. Man hat selbst einen Brief des Pahstes Nicolaus V an einengrönländischen Bischof aus dem Jahre 1448 aufgefunden. (Yergl. Graall,S. 5 und 7.)