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fch habe in der Stelle des Textes, auf welche sichdiese Erläuterungen beziehen, von einigen ethuographi-
ftta \md Xijutlu gebildeten Worte Chimie beigefügt haben; aber dieseErklamngsmcthode leidet keine Anwendung aut das Wort Ahnanach,das sich bei keinem arabischen Schriftsteller findet, [Die Araber ge-brauchen nämlich für astrologische und astronomische Ephemeride dasWort takwim, Tafel.] Julius Firmicus Maternus , ein Schrift-steller aus der Regicrungsepochc des Constanlin, setzt (Astronom. , 111,13, p. 81 Prurkn.) bei seinen astrologischen Darstellungen scientiatnalchymiae unmittelbar nach Astronomiam und divinum cultum un-ter die Planetenhäuser; aber Vossius bemerkt in seinem Etymologi-cutn linguae latinae, dafs die Handschriften des Firmicus nur seien"tinm chymiae haben Man darf indessen nicht vergessen, dafs man beiden auctores infimae Graedtatis (Sahnas., Exercital. Plinian,1629, p. 1097) statt dl/qutia stets uq/tjafht findet [vielleicht verderbtaus ars chyifliae?], und dafs sich diese Form des Wortes geraume Zeithindurch im Mittelalter erhalten hat. lin Französischen schrieb man ehe-mals arquemie (Steph. Thes) [_Ro yuejort, Glossaire de la langueRomane, 1808, Yol. 1, p. 90; im Provenzalischcn arkemino]. Cä-lius Rhodiginus wollte in der Sylbc ar eine Contraction von uqyvqovfinden. Mufs man diese Form des Wortes der häufigen ^ ertauschungder Buchstaben l und r zuschreiben, oder haben die Araber ein vonihnen in Aegypten Vorgefundenes Wort arabisirt? Dieselben Zwei-fel treten in Bezug auf das Wort ahnanach entgegen. „Der arabischeUrsprung dieses Worts, sagt Ideler in seinem ausgezeichneten Lehrbuchder Chronologie (1831, S. 38), scheint sehr zweifelhaft, weil man auseinem Bruchstück des Porphyrius (bei Eusebius , J*raeparat. Evan-geh, III, 4) ersieht, dafs seit dem dritten Jahrhundert unserer Zeitrech-nung ahnanach eine astrologische Ephcraeridc bedeutete.“ DergleichenEphcracriden oder Tafeln (Eusebius nannte sie dhifriytaxu) rühren ohneZweifel aus der frühesten Bildungsperiode der Acgypter her, und eswürde gewifj sehr auffallend sein, wenn sie nicht einen besonderen Na-men gehabt haben sollten. [Es läfst sich aber wohl kaum bezweifeln,dafs das entsprechende Wort **.^£1-11^, mahi nau, gewesen ist, men-Stira horae , mit der am Ende des Wortes gebräuchlichen Aspirationund der nicht minder gewöhnlichen Vorschlagssylbc u. Der Uebergan"des in oder % ist durch IIcOTAAC^€lt€o, ^oi —
%au(pavi]%, u. s. w. hinlänglich nachgcwiescn. J Was nun das WortChemie anhetrifft, von dem so viele lächerliche Etymologien versuchtworden sind (vergl. Bochart , I i haleg , p. 206), so ist es im hoch-