Jflarsden, p. 16, 284; Ab el-Remusat , Rec/iercfies,p. 319).
Man liat häufig die Stelle angeführt, in der Rubru-quis auf eine so überaus bezeichnende Weise die chine-sische Schrift charakterisirte (Jaciunt in una Jigura plu-res Uterus comprehendentes unatn diclionem, etc. Ro ger Bacon , Opus mnius, p. 234); aber es findet sichnoch eine zweite Bemerkung unseres reisenden Mönches,die von keiner geringeren linguistischen Wichtigkeit unddem Scharfsinn des gelehrten Abel-Remusat entgangenist, der von dem syrischen Ursprung des uigurischcuAlphabets ganz eingenommen war. ( Recherc/tes sur leslangues tarlares, p. 46, 255). Rubruquis unterscheidetmit grofser Bestimmtheit die Richtung der indo-tibetani-schen und der Tangutschrift. Thebelfi, sagt er, seribuntsicut nos (also von der Linken zur Rechten, wie imSanskrit, im Armenischen, den fünf keilförmigen Alpha-beten, im Georgischen und Äthiopischen ) et babent Jigu-ras similes (?) nostris. Tangut seribunt a dexlra in si-nistram, sicut Arabes, sed multiplicant lineas adscen-dendo. ( Op. mal., p. 235.) Die englische Handschriftfügt hinzu: „Die Juguren schreiben ebenfalls wie dieAraber, aber von oben nach unten senkrecht hinab.“(Purchas , Tom. III, chapt. 36, p. 34.) Hier wird alsoganz richtig den Tibetanern eine dem Sanskrit analogeSchrift von der Linken zur Rechten beigemessen, undden Bewohnern von Tangut eine jener alten syro-tar-tarischen Schriftarten, deren Richtung, wie die jeder se-mitischen Schrift, von der Rechten zur Linken und zugleicher Zeit von unten nach oben ist. Die Tanghiang,ein tibetanischer Yölkerstamm, hatten seit dem zehntenJahrhundert das Königreich Hia oder Tangut südöstlichvon Khamil (Iiami) gegründet, indem sie einen Theildes nordwestlichen China verwüsteten. Dies Königreichendigte erst im Jahre 1227, und dieser Zeitpunkt, wel-cher dem der Reise des Rubruquis so nahe liegt, ver-